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Kulturgeschichte - Geschichte nach Themen
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»Den Hitler jag' ich in die Luft«. Der Attentäter Georg Elser. Eine Biographie.

Von Hellmut G. Haasis.

288 S., 30 Abb., geb.
München, 8. November 1939: Alles war sorgfältig vorbereitet. In dreißig Nächten hatte Georg Elser in dem Pfeiler hinter dem Rednerpodium eine Bombe installiert. Doch kurz bevor sie explodierte, hatte Hitler, früher als vorgesehen, den Bürgerbräukeller verlassen. Zum gleichen Zeitpunkt war der Attentäter durch aberwitzige Umstände bereits verhaftet. Noch während Hitler seine Zuhörer gegen England aufstachelte, hatte Elser bei Konstanz versucht, unbemerkt in die Schweiz zu gelangen. In seiner Jackentasche fanden die Zöllner eine Postkarte des Bürgerbräukellers, die den »illegalen Grenzgänger« später zum Verdächtigen machte. Er wurde an die Gestapo nach München ausgeliefert und doch nach schweren Folterungen zu einem Geständnis gebracht. Am 9. April 1945 wurde der schwäbische Schreiner im KZ Dachau hingerichtet. Bis dahin suchte die Gestapo in endlosen Verhören nach den »Hintermännern«. Hitler und Himmler wollten nicht glauben, daß Elser allein gehandelt hatte; es mußte Drahtzieher geben. Es gab sie aber nicht - ein Umstand, der später auch die Historiker verwirrte: Ein Handwerker, der keiner politischen Gruppe angehörte, ein einzelner, der früh erkannte, daß der Kriegstreiber Hitler nur mit Gewalt gestoppt werden kann, paßte in keine ideologische Schublade.
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