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Chicago Blues. Milestones of Legends. 10 CDs.

2017

10 CDs.

Preis inkl. MwSt zzgl. Versandkosten


Lieferbar
Versand-Nr. 830399
geb. = fester Einband; pb. = Paperback-Ausgabe; TB = Taschenbuch; Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Als ab den 1920er Jahren die afro-amerikanische Landbevölkerung der Südstaaten in Strömen ihr Glück im industrialisierten Norden der USA zu suchen begann, machten sich ebenso die Musiker auf den Weg, die auf den Plantagen des Mississippi Deltas mit ihrem Country Blues eine der wichtigsten Unterhaltungsquellen für die Tagelöhner der Baumwollplantagen, oft im Zweitberuf, dargestellt hatten. Muddy Waters, Howlin« Wolf und B. B. King gehören zu den wichtigsten Bindegliedern zwischen den archaischen Blues Sounds und dem elektrifizierten Urban Blues, in dem nicht mehr One-Man-Shows gefragt waren, sondern Bands mit elektrischen Gitarren und Bässen und vor allem mit Drummern, die einen ganz anderen Druck und Intensität in die Musik einbrachten. Im Chicago der vierziger Jahre hatten zwei polnische Einwanderer, die Chess Brüder, ein florierendes Alkohol- und Bargewerbe mit Live Entertainment etabliert und auch schon erste Erfahrungen mit Plattenfirmen und Blues Musikern. 1950 gründeten sie Chess Records, das zum wichtigsten Blues Label für die nächsten zwei Jahrzehnte rasend schnell avancierte. Ihre wichtigsten Künstler waren Muddy Waters, Howlin« Wolf, Willie Dixon, Memphis Slim, Little Walter, Otis Spann, John Lee Hooker und später Bo Diddley und Chuck Berry. Als wichtigster Komponist und Produzent spann Dixon bei fast allen Produktionen die Fäden, der Mann, dem Led Zeppelin in den 1970er Jahren Millionen ausschütten mussten, weil ihnen im Schnelldurchgang zum Weltruhm einige Plagiate unterlaufen waren. Während das Interesse für Blues immer mehr abnahm und Rock’n’Roll und Rhythm »n’Blues die amerikanischen Hitparaden eroberte, entdeckte die englische Jugend die gar nicht so alten Wurzeln dieser neuen Musik. Die Beatles, Stones, Cream und Eric Clapton, John Mayall und viele andere sorgten mit ihren Cover Versionen und Verbeugungen vor den Originalen für eine weltweite Blues Renaissance. Neben mehreren berühmt gewordenen Platten dieser Rockstars mit ihren Vorbildern, meist in London entstanden, stellte das in Deutschland von Lippmann und Rau initiierte American Folk und Blues Festival mit seinen europaweiten Tourneen viele der Originale erstmals einem neuen Publikum vor. Hier sollte auch wieder Willie Dixon in vorderster Front dabei sein.



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