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Bücher zur Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft
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Spiegel der Welt. Die Erfindung des Gemäldes in den Niederlanden.

Von Hans Belting. München 2010.

352 S., 50 Abb., pb.
Die meisterhafte Deutung der großen Epoche der niederländischen Malerei. Das Gemälde als eigenständige Gattung wurde im frühen 15. Jh. gleichzeitig in den Niederlanden und in Italien erfunden. Im Süden war es mathematisch konstruiert nach den Regeln der Zentralperspektive, im Norden gab es die unmittelbare Wahrnehmung wieder. Dort, in Italien, sollte es eine Fabel erzählen, hier, in den Niederlanden, sollte es der Beschreibung der Dinge dienen. Es wurde erfunden als ein Spiegel der Welt, von Malern wie Jan van Eyck, Robert Campin und Rogier van der Weyden. Auf einer kleinen symbolischen Fläche wurde die Welt als ganze präsent, und diese Bestimmung des Gemäldes prägte seine gesamte weitere Geschichte. Belting öffnet dem Leser die Augen für die fundamentale Revolution, die das neue Gemälde damals bedeutete, und verfolgt dessen Entstehung an den Staffeleibildern und den großen Altären der Zeit. Sein viel gerühmter Text wird hier erstmals in einer preisgünstigen Ausgabe zugänglich gemacht.
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