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Kulturgeschichte - Geschichte nach Themen
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Thomas Müntzer. Revolutionär am Ende der Zeiten.

Von Hans-Jürgen Goertz. München 2015.

14 x 22 cm, 352 Seiten, 25 Abb., mit Karte, geb.
Gott ist gerecht, und die Christen sind frei. Thomas Müntzer wollte diese Grundeinsichten der Reformation auch politisch durchsetzen. Dafür schloss er sich dem Aufstand der Bauern an, wurde gefoltert und hingerichtet. Der Autor erzählt das Leben dieses Revolutionärs, der das Reich Gottes ganz nahe wähnte. Seine meisterhafte Biographie erinnert an eine unterdrückte Strömung der Reformation, die bis heute virulent ist. Mit seiner mystischen und apokalyptischen Theologie und der Devise »Alles gehört allen« hat Thomas Müntzer über Jahrhunderte polarisiert. Der anfängliche Verehrer Martin Luthers wurde von diesem verachtet und angefeindet, in der Kirche wurde er totgeschwiegen. Die Anerkennung kam spät von anderer Seite: Friedrich Engels entdeckte den frühen Revolutionär, Heinrich Heine bewunderte den »heldenmütigsten und unglücklichsten Sohn des deutschen Vaterlandes«, Ernst Bloch verehrte den »Theologen der Revolution«, und die DDR versah ihre Fünf-Mark-Scheine mit Müntzers Konterfei. Jenseits der Kämpfe um Thomas Müntzer verortet der Autor seine Theologie und sein Wirken in seiner Zeit und macht gerade dadurch deutlich, warum Müntzer bis heute die Gemüter erregt.
Versand-Nr. 724653
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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

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