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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Das Lehrbuch für Kaiser Maximilian I.

Die Faksimile-Ausgabe, Graz 2004.

Das Faksimile des »Das Lehrbuch für Kaiser Maximilian I« erscheint innerhalb der Reihe »Codices Selecti« und gibt die 27 folios (54 Seiten) im Originalformat und bis ins kleinste Detail farbgetreu wieder. Einband: getreue Kopie des Einbandes der Originalhandschrift: Wildleder mit exakt vom Original abgenommener Blindprägung. Der Kommentar zur Faksimile-Ausgabe des »Das Lehrbuch für Kaiser Maximilian I« wird von Karl-Georg Pfändtner, mit Beiträgen von Andreas Fingernagel und Alois Haidinger, verfasst. Limitierte Auflage der Faksimile-Ausgabe:480 handnummerierte Exemplare.
Codices Selecti Vol. CIX. Im Mittelalter wurde der elementare Unterrichtsstoff üblicherweise mit einfachen Wandtafeln, faltbaren Papiertafeln oder unillustrierten Gebrauchshandschriften vermittelt. Reich mit Miniaturen geschmückte Lehrbücher waren nur wenigen vorbehalten und dementsprechend selten. Umso wertvoller ist jener Codex in Wien, der nicht nur prächtig ausgestattet, sondern zusätzlich noch mit einem berühmten Namen verbunden ist, mit Maximilian I. Aus diesem um 1466 vom kaiserlichen Kanzlisten Wolfgang Spitzweg geschriebenen Schulbuch lernte der spätere Kaiser als Siebenjähriger das ABC, das Vaterunser, Ave Maria und andere Gebete sowie Merkverse in lateinischer und deutscher Sprache, kurzum alle grundlegenden Inhalte des damaligen Lehrplans. Die Handschrift ist das älteste Exemplar einer Gruppe von drei bekannten Lehrbüchern, die eigens für Maximilian angefertigt und alle von ein und demselben Meister illuminiert wurden. Im Gegensatz zum Schreiber ist er anonym geblieben, weshalb er in der Literatur als »Lehrbüchermeister« bezeichnet wird. Die farbenfrohen, mit aufwändigem Gold ausgeführten Miniaturen, in Initialbuchstaben eingeschriebene Genreszenen und religiöse Darstellungen, zeigen enge Bezüge zum herrschaftlichen Schüler. Zu Textbeginn sehen wir Maximilian im Einzelunterricht mit einem seiner Lehrer, zu den Tischgebeten erscheint der junge Prinz stets bei Tisch. Die kulturhistorische Bedeutung des Lehrbuches für Maximilian I. kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. Nicht nur, dass der als »letzter Ritter und erster Landsknecht« in die Geschichte eingegangene, vielseitig begabte Fürst, unter dem die Habsburger zur mächtigsten Dynastie Europas aufstiegen mit diesem Buch das Lesen lernte. Die exquisite künstlerische Ausstattung der Pergamenthandschrift war zugleich die erste Begegnung des jungen Maximilian mit der Buchmalerei, die ihn zeit seine Lebens begeistern sollte und ihn zu einem großen Förderer dieses Genres werden ließ. Entstehungszeit der Handschrift: um 1466, Wien. Heutiger Aufbewahrungsort: Österreichische Nationalbibliothek, Wien (Codex 2368)
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