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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Das Flämische Stundenbuch der Maria von Medici. Oxford, Bodleian Library, Ms. Douce 112.

Faksimile, Quaternio Verlag Luzern 2011.

20,4 x 13,7 cm, 352 Seiten, 176 Blatt, Originaltext Latein. Faksimileband und Kommentarband im Acrylglas-Schuber.
Ein Meisterwerk flämischer Buchkunst, feinste Buchmalerei in einem Gewand aus Silber, Samt und Seide: Bis ins letzte Detail liebevoll ausgestattete Interieurs, Landschaften, die sich bis zum Horizont erstrecken, Streublumenbordüren mit täuschend echt wiedergegebenen Blüten und Insekten - das sind nur einige der malerischen Errungenschaften, die die flämische Buchkunst des 15. und 16. Jahrhunderts kennzeichnen. Ein ganz besonders schönes Beispiel dieser künstlerischen Vollendung ist das Flämische Stundenbuch der Maria von Medici, Witwe des Henri IV. Mit drei gemäldeartigen Vollbildern und 42 ganzseitigen Miniaturen, historisierten oder goldenen Initialen sowie flämisch und italienisch inspirierten Blumen- oder Architekturbordüren auf jeder Textseite ist das Stundenbuch mit 176 Blatt im Format von ca. 20,4 x 13,7 cm Seite für Seite ungewöhnlich reich ausgestattet. Dem Reichtum und der Schönheit der Ausstattung entspricht der ganz mit Silber- und Seidenfäden bestickte Samteinband, der ebenfalls im 16. Jahrhundert in den Niederlanden entstanden ist und als Replikat auch dieses Faksimile ziert und schützt. Das »Flämische Stundenbuch der Maria von Medici« wurde in den Jahren 1515-1520 von einem heute nur unter seinem Notnamen bekannten »Meister der Davidszenen im Breviarium Grimani« in Gent oder Brügge für eine wohlhabende Auftraggeberin ausgeführt, erst später gelangte es in den Besitz der Maria von Medici. Der Davidmeister gehört zu den großen flämischen Meistern und wird in einem Atemzug mit Gerard Horenbout und Simon Bening genannt. Er stand auf dem Höhepunkt seiner Karriere und künstlerischen Reife, als er das »Flämische Stundenbuch der Maria von Medici« illuminierte. Das Zusammenspiel der sorgfältig aufeinander abgestimmten strahlenden Farben in den Miniaturen ihres Stundenbuchs mag Maria von Medici ebenso fasziniert haben wie uns heutige Betrachter. Das ungewöhnlich intensiv leuchtende Pinselgold verleiht den Seiten zusätzlich einen besonderen Reiz. Nicht nur die berühmten flämischen Streublumenbordüren auf allen Textseiten kommen auf diesem »goldbestäubten« Untergrund perfekt zur Geltung, auch die zum Teil mit Gold gehöhten Gewänder und Rahmungen der Miniaturen verstärken die Wirkung des feinen Glanzes auf allen Seiten. Ein wirklich außerordentliches Meisterwerk auch der Faksimilierkunst!
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