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Peter Lorre. Der Verlorene. Roman.

Vorwort von Hellmuth Karasek. München 1996.

13,5 x 19,5 cm, 336 S., 24 Abb., geb.

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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Der österreichische Schauspieler Peter Lorre (1904-1964) hat seinen festen Platz in der internationalen Filmgeschichte. Bekanntgeworden durch seine eindrückliche Darstellung des Kindermörders im frühen Tonfilmklassiker unter der Regie von Fritz Lang »M - eine Stadt sucht einen Mörder« (1931), hat er sich in das kollektive Filmgedächtnis eingeschrieben. In den frühen 1930er Jahren ins amerikanische Exil getrieben, überzeugte er als erfolgreicher Darsteller in vielen Filmen durch sein charakteristisches und äußerst vielschichtiges Spiel. Darunter finden sich Klassiker des amerikanischen Kinos wie »Die Spur des Falken«, »Casablanca« oder »Arsen und Spitzenhäubchen«. Ende der 1940er Jahre kehrte er kurz nach Deutschland zurück und verwirklichte 1951 seine einzige Regiearbeit mit dem Titel »Der Verlorene«. In dem ambitionierten Projekt spielte Lorre zudem die Hauptrolle eines von den Nazis protegierten Mörders. Die Handlung ist in der Nachkriegszeit angesiedelt und erzählt in Rückblenden im Stil des Film Noir das Leben des Forschers, der kriegswichtige Arbeit leistet und zum Mörder wird. Lorre versucht mit diesem Film die Nazizeit differenziert aufzuarbeiten, hatte aber, wie viele ähnlich gelagerte Filme in der unmittelbaren Nachkriegszeit, in Deutschland damit keinen Erfolg. Mit diesem Buch wird der dem Film zugrunde liegende Roman von Peter Lorre zugänglich gemacht. Ein bedeutendes Dokument der Geschichtsaufarbeitung mit zahlreichen Fotografien aus dem Film und anderen Materialien. Die weiterführenden Beiträge von u.a. Friedemann Beyer, Harald Eggebrecht, Fritz Göttler oder Olaf Möller machen zudem mit dem Schauspieler, seinen Filmen und deren Besonderheiten sowie mit vielen Details vertraut. Peter Lorre - ein unvergessener und unverwechselbarer Charakter des internationalen Films.
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