Wilhelm Busch ist berühmt für seine feinsinnig ironischen Texte und die genialen Zeichnungen. Seine Geschichten von »Max & Moritz« wurde in über 280 Sprachen übersetzt und gelten als Vorläufer des Comics. Weniger bekannt ist, dass Busch auch ein Meister ausdrucksstarker und genau beobachtender Freilichtmalerei war. Von Selbstzweifeln geplagt, stellte der an der Kunstakademie Düsseldorf, und später in Antwerpen ausgebildete Künstler seine kleinformatigen Kunstwerke niemals aus. »Kein Kitscher, sondern ein wohlorientierter Europäer«, bemerkte Paul Klee nach dem Besuch der Gedächtnisausstellung im Jahr 1908. Die bereits vom langen Sommerwetter ausgetrockneten Weide wird von Büschen und Bäumen an zwei Seiten begrenzt. Am rechten Rand, zu Füßen einer Birke sitzt eine Figur, mit Blick auf zwei weidende Kühe. Mit schnellem Strich setzt Busch die kräftigen Farben präzise auf die Leinwand. Die nebeneinandergesetzten Pinselstriche sind deutlich zu erkennen. Durch die verwendete Technik entsteht eine vibrierende Lebendigkeit, die in einem spannungsvollen Verhältnis zur Ruhe des gezeigten Sommertags steht. Mit seiner abstrakten Expressivität steht es der Malerei Vincent van Goghs und Egon Schieles näher als der Kunst der Impressionisten.(Original: Wilhelm-Busch-Museum, Hannover). Dieser Dietz-Giclée-Druck aus dem »Tempel des Kunstdrucks« hat die Aura des Originals: Das digitale Bild diente als »Rohling«, welcher durch jahrzehntelange handwerkliche und künstlerische Erfahrung und Arbeit eine im Siebdruck veredelte Oberfläche erhielt. Die Einbeziehung moderner Technik ermöglicht es, hochwertige Gemälde-Reproduktionen zu relativ günstigen Preisen anzubieten.