Das Gemälde Bildnis Elisabeth Lederer des österreichischen Malers Gustav Klimt ist das zweitteuerste je bei einer Auktion verkaufte Werk der Kunstgeschichte. Am 18.11.2025 wurde es für 236,4 Millionen US-Dollar (etwa 204 Millionen Euro) in New York versteigert. Die Tochter des Industriellen August Lederer und seiner Frau Serena machte schon als Kind durch ihre kunstsinnige Mutter Bekanntschaft mit den bedeutendsten Malern ihrer Zeit. 1914 beauftragte ihre Mutter Gustav Klimt, Elisabeth zu porträtieren. Wie bei vielen seiner Werke beschäftigte sich Klimt jahrelang intensiv mit den Details von Elisabeths Porträt. Vor einem Seidenbehang mit chinesischen Motiven steht Elisabeth Lederer in einem enganliegenden weißen Seidenkleid. Ihre Schultern umspielt ein Seidenschal, der locker gehalten bis zum modischen »Humpelrock« reicht. Ein Kleidungsstück, das an die damals hochmodernen Pumphosen erinnert. Ein buntes Muster aus blau-roten Drachen, stilisierten Fledermäuse und Blumen dreieckig angeordnet, hinterfängt die elegante Figur wie eine Aureole. Als Mittel der Komposition sorgt es dafür, dass die Bildfigur nach vorne gedrängt wird. Ein notwendiges Mittel, da Klimt auf den Einsatz von Schatten verzichtet. Bei ihm ist alles Licht. Hände charakterisieren nicht, sie werden Teil des Stoffmusters. Umso ausdrucksstärker malt er das Gesicht. Der intensive Blick aus den schönen dunklen Augen richtet sich direkt auf den Betrachter. Die schönen Gesichtszüge zeigen eine perfekte Symmetrie. Nur ein Hauch von Rouge liegt auf dem vornehm hellen Teint und moduliert dadurch die Wangen. Der fein gezeichnete Mund mit den nach oben gezogenen Mundwinkeln verleiht dem Gesicht eine zerbrechliche Sinnlichkeit. Die grandiose Meisterschaft Klimts zeigt er in einem Paradox. Trotz der Farbreduktion der Hauptfigur und dem Verzicht auf Schatten tritt die Dargestellte plastisch aus dem Gemälde hervor. In dem Bildnis der Elisabeth Lederer verbinden sich Schönheit, Harmonie und Jugend zu einem der eindrucksvollsten Gemälde des Wiener Jugendstils. (Original: Privatsammlung). Dieser Dietz-Giclée-Druck aus dem »Tempel des Kunstdrucks« hat die Aura des Originals: Das digitale Bild diente als »Rohling«, welcher durch jahrzehntelange handwerkliche und künstlerische Erfahrung und Arbeit eine im Siebdruck veredelte Oberfläche erhielt. Die Einbeziehung moderner Technik ermöglicht es, hochwertige Gemälde-Reproduktionen zu relativ günstigen Preisen anzubieten.