»Keine Angst vor großen Künstlern! Ich weiß nicht, wer das gesagt hat. Vielleicht war ich’s sogar selber, als ich zum ersten Mal ein Museum von innen gesehen habe. Alle Wände voller Bilder. Eine Augenweide! Und eine Herausforderung, jedenfalls für mich: Kaum sehe ich etwas, das mir gefällt - schon wird es zum Vorbild, und ich frage mich: Wie hat der Meister das gemacht? Und wissen Sie, was ich mir antworte? Gar nichts. Ich versuche einfach, es nachzumachen. Denn es gibt keine bessere Art, dem Vorbild auf die Schliche zu kommen. Egal, wer es ist: Manet, Monet, Chagall - der Ottifant ist überall. Aber was ich noch sagen wollte: Dieses Buch kann zwar ein Museum nicht ersetzen, aber es gibt auch kein Museum, das dieses Buch ersetzen kann.« Otto Waalkes wurde in diesem Jahr 77 - eben das richtige Alter, um auf immer weitere Entdeckungsreisen zu gehen. Und da die Kunst bedeutend älter ist, verwundert es nicht, wenn auf dem weiten Feld der Malerei noch immer neue Meisterwerke zu entdecken sind. Aber noch etwas hat Otto entdeckt: »Leider fehlt den allermeisten - wenn nicht allen - etwas Entbehrliches: der Ottifant.« Um diese Lücken zu schließen, legt der notorische Ostfriese und motorische Komiker in diesem Buch eine lange Reihe frischer Ölgemälde, Acrylbilder, Aquarelle und Federzeichnungen vor, die in Prosa wie in Versen kunsthistorisch und ottospezifisch eingeordnet werden. Im Zweifelsfall hat Otto seine großen Vorbilder, von denen die meisten leider schon vor langer Zeit den Pinsel abgegeben haben, einfach selbst zur Rede gestellt.