Die Gemälde Sebastian Nebes (*1982 Blankenburg/Nordharz) entführen den Betrachter an entlegene Orte, in verborgene Winkel im Wald oder zu verlassenen Hütten. Menschen kommen in seinen neueren Werken nicht mehr vor. Die klar strukturierten Bilder entwickeln in ihrer faszinierenden Kühle eine starke Anziehungskraft. »Der neue Morgen«. So heißt eine schon vom Format her (1,86 x 6 m) überwältigende Arbeit, die auch den Titel der Kunstpreisträger-Ausstellung im Museum der bildenden Künste spendiert hat und die Atelierwand fast komplett in Anspruch nimmt. Nebe entführt in diesem aus vier Teilen bestehenden Panorama in einen Kiefernwald, in dem der Geist der Romantik noch nicht ganz ausgetrieben zu sein scheint. Undurchdringlich, geheimnisvoll, so liebt der Deutsche seinen Forst, wenn er nicht gezwungen ist, ihn zu durchwandern.« (Jürgen Kleindienst) (Text dt., engl.)