Peter Paul Rubens’ großformatiges Gemälde der Amazonenschlacht von 1617/1618 bildet den zentralen Gegenstand von Maximilian Geigers Studie. Mit dem Blickwinkel auf die Entwicklung des frühneuzeitlichen Historienbildes wird die Bandbreite von ästhetischen, religiösen, erkenntnistheoretisch-empirischen bis zu wirtschaftlichen Aspekten des Gemäldes diskutiert. Rubens’ Werk entstand an der Wende zu einem neuen politischen und ökonomischen Zeitalter und verbindet die Bildkonzepte Leon Battista Albertis und der katholischen Reform. Der Autor zeigt, wie die Erzählstrukturen der Malerei in verschiedene Wahrnehmungsräumen und Darstellungsmodi differenziert und materielle Faktoren der Bilder Bestandteil einer neuen Form der visuellen Wahrnehmung wurden. Durch das am Vorabend des 30-jährigen Krieges geschaffene Gemälde trug Rubens zu einer neuen Erschließung der Wirklichkeit bei.