Vincent van Goghs Schicksal ist eine Tragödie der Kunstgeschichte. Heute gilt er als einer der wichtigsten Maler aller Zeiten, Ausstellungen seiner Werke sind stets ausverkauft, die ihm gewidmeten Museen gefeiert, und seine Werke erzielen auf Auktionen Preise im zweistelligen Millionenbereich. Doch zu Lebzeiten, als er die Leinwände bemalte, die später zu Meisterwerken der Moderne werden würde, hatte Van Gogh nicht nur mit dem Desinteresse seiner Zeitgenossen zu kämpfen, sondern auch mit schweren Anfällen psychischer Krankheit: Depressionen und lähmende Angstzustände, die ihn schließlich dazu brachten, sich im Jahr 1890, kurz nach seinem 37. Geburtstag, das Leben zu nehmen. Von den Sonnenblumen über die Sternennacht bis hin zum Selbstporträt mit verbundenem Ohr begegnet man hier einem Künstler, der einzigartig virtuos in der Darstellung von Textur und Stimmung, Licht und Ort war. Diese umfassende Studie über Vincent van Gogh (1853-1890) verbindet eine detailreiche Monografie seines Lebens und Werks mit dem vollständigen Werkkatalog seiner 871 Gemälde.