Dieses Buch über die gefeierte Dada-Künstlerin Hannah Höch, das jetzt als Taschenbuch erhältlich ist, untersucht ihre Collage-Technik als künstlerisches Mittel der Wahl für Satire und poetische Schönheit. Hannah Höch, die für ihr Werk in der Weimarer Zeit weltberühmt wurde, war in vielerlei Hinsicht eine Pionierin, sowohl künstlerisch als auch kulturell. Sie war die einzige Frau der Berliner Dada-Bewegung - jener krawalligen Kunstform, die Klang, Sprache und Bilder dekonstruierte, um sie zu neuen Objekten, Texten und Bedeutungen zusammenzusetzen. Als überzeugte Verfechterin der Frauenrechte stellte Höch konventionelle Konzepte von Partnerschaft, Schönheit und Kunstproduktion in Frage und übte in ihrem Werk scharfe Kritik an rassischen und sozialen Stereotypen, insbesondere an denen ihrer deutschen Heimat. Dieses Buch, das sich auf die Collagen von Höch konzentriert, untersucht den Werdegang der Künstlerin von den 1920er bis zu den 1970er Jahren und zeichnet ihr Oeuvre von den frühen, von Mode und Massenmedien beeinflussten Werken bis hin zu ihren späteren, lyrisch-abstrakten Kompositionen nach. Es zeigt ihre rasche Entwicklung eines persönlichen Stils, der sowohl humorvoll als auch bewegend war. In den Essays werden Themen wie das Konzept der »Neuen Frau« und das Erbe des deutschen Kolonialismus untersucht. Der Band versammelt wichtige Quellentexte und Nachschlagewerke einer bahnbrechenden Künstlerin, die für die Originalausgabe dieses Buches erstmals ins Englische übersetzt wurden. (Text engl.)