Hilma af Klint gilt als eine der großen Pionierinnen der Abstraktion, die erst in den letzten Jahren angemessen gewürdigt wurde. Weniger bekannt sind ihre künstlerischen Anfänge, die einem intensiven Naturstudium gewidmet waren. In den Frühjahr- und Sommermonaten der Jahre 1919 und 1920, als sie bereits ihre heute gefeierten abstrakten Gemälde schuf, zeichnete sie nahezu jeden Tag Blumen: »Ich werde versuchen, die Blumen der Erde zu erfassen«, notierte sie. Die jüngst entdeckte Mappe mit 46 großformatigen Aquarellen, die hier als Faksimile-Ausgabe erlebbar werden, zeigt den einzigartig individuellen Zugang der schwedischen Ausnahmekünstlerin. Wir freuen uns, Ihnen Exemplare der streng limitierten und aufwendig gestalteten Faksimile-Mappe anbieten zu können: Die pulsierende Kraft der Natur steht neben präzise gezeichneten Diagrammen. Realismus und Fiktion, Nahsicht und Vision treffen aufeinander. Im Zusammenspiel von organischen Formen und abstrakten Strukturen verweist das Portfolio somit auf die übergreifende spirituelle, kosmologische Dimension von Hilma af Klints Schaffen. (Ausstellung bis zum 27.9.2025 im MoMa, New York)