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Die Historisierung der italienischen Kunstbetrachtung im 17. und 18. Jahrhundert.

Von Gabriele Bickendorf. Berlin 1998.

24,5 x 17 cm, 418 S., geb.

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Versand-Nr. 367869
geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Die vorliegende Untersuchung korrigiert eine Reihe von Vorstellungen, die der Kunstgeschichte zur Selbstverständlichkeit geworden sind. Die Fachgeschichte geht davon aus, dass die wissenschaftliche Kunstgeschichte ein Kind des deutschen Geistes sei. Als Vater der Disziplin benennt sie Winckelmann, als Geburtshelfer die Philosophie des deutschen Idealismus und als Ziehmutter die Romantik, die ihr das nationale Mittelalter eröffnet habe. Jedoch bildet die Germanisierung der Kunstgeschichte selbst ein mitunter düsteres Kapitel der Wissenschaftstheorie, das bis heute zur Pflege nationaler Überheblichkeiten dient. Die Forschung des 17. und 18. Jahrhunderts erschien unter diesem Blickwinkel bislang als vorwissenschaftlich: als lediglich bienenfleißige Gelehrsamkeit und kleinteilig-antiquarische Hingabe ans Detail. Die Studie zur frühen italienischen Kunstbetrachtung stellt dieses Selbstbild in Frage, indem sie die Leistungen einer Forschung neu beleuchtet, die seit Beginn des 19. Jahrhunderts verdrängt wurden, und indem sie dies in einem breit gefächerten internationalen und interdisziplinären Rahmen unternimmt. Vor allem aber verfolgt sie die Ausbildung von Methoden. Aus der Perspektive der Forschungspraxis eröffnet sich der Blick auf einen langen Prozess der Historisierung in der Kunstbetrachtung, der mit der Ausbildung eines gegenstandsadäquaten Instrumentariums zur Erforschung der Kunst einherging. Dieser Prozess verlief keineswegs bruchlos und linear - im Gegenteil: seine Geschichte weist Sprünge, Abbrüche und Sackgassen auf; Methoden ebenso wie Erkenntnisse wurden in seinem Verlauf gewonnen und mitunter auch wieder verloren. Trotzdem zeigt sich, wie das Ringen um ein wissenschaftliches Fundament lange vor der Institutionalisierung der Disziplin einsetzte und Ergebnisse einbrachte, die das Fach nach 1800 zu ihren selbstverständlichen Grundlagen zählen sollte.



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