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Bücher zur Kunstgeschichte und Kunstwissenschaft
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Bildfragen. Die Bildwissenschaften im Aufbruch.

Hg. Hans Belting.

280 S., 25 Abb., pb.
München 2007. Je mehr die Bilder in den Blick der Wissenschaften treten, umso dringender wird der Ruf nach Orientierung in einer bereits ausufernden Forschungsliteratur. Dieser Band trägt dem allgemeinen Wunsch Rechnung, indem er einige der Wortführer miteinander ins Gespräch bringt. Das gilt ganz wörtlich für Gottfried Boehm und Tom Mitchell. Ihr Briefwechsel wurde auf einer Wiener Tagung vereinbart, die das IFK unter dem Titel »Bildwissenschaft? Eine Zwischenbilanz« veranstaltete, um die Bedeutung der Bildfragen als Thema der Kulturwissenschaft in den Blick zu rücken. Der Kreis der Beiträge für diese Tagung wird im vorliegenden Band ergänzt durch Texte von grundsätzlichem Charakter und erweitert durch Stimmen aus der französischen Forschung, die in Deutschland noch wenig bekannt geworden sind und andere Positionen vertreten. Die Publikation bietet einen Überblick über den Stand einer Diskussion, die international von einer Vielzahl von Disziplinen getragen wird, die von der Philosophie und Ethnologie bis zur Psychoanalyse reichen, aber auch für die Kunstwissenschaft einen neuen Aufbruch bieten. Dabei zeigt sich, dass man die Thematik nicht auf »das Bild« einengen kann, sondern die Bilder im Spektrum einer interkulturell und methodisch weit aufgefächerten Mengenlage entdecken muss, in der jede Kontroverse um ein Entweder-Oder der so verschiedenartigen Bilder in Kunst und öffentlichen Medien überflüssig ist. Der Karikaturenstreit hat auf seine Weise gezeigt, dass heute eine neue Sensibilität für die Verschiedenheit der Bildkulturen in einer Welt gefordert ist, die nicht allein durch ihre Medientechniken flachgepresst ist. Endlich ist es an der Zeit, nicht alle Spielarten der visuellen Erfahrung gleich auf den Bildbegriff zu bringen und Bilder nicht für alle Entgleisungen in ihrem visuellen Konsum verantwortlich zu machen. Vielmehr bedarf es einer neuen Anstrengung, um Bildlichkeit, Visualität und Sichtbarkeit in ihrem Verhältnis zueinander zu erschließen.
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