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Handbuch der Koreanischen Kunst 2 Bände.

Steinzeug und Sedalon (1), Weißes Porzellan und Punch’ong-Keramik (2). Tübingen 2005.

13 x 17 cm, 616 Seiten, zahlr. farb. Abb., 2 Bände pb.

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Versand-Nr. 596418
geb. = fester Einband; pb. = Paperback-Ausgabe;
Tb. = Taschenbuch; Sonderausgabe = Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe

Eine verständliche und leserliche Einführung in zwei wichtige Bereiche aus Koreas reichem künstlerischen Erbe. Ein zweigeteiltes virtuelles Museum, das der Leser in der Tasche mit sich führen kann: mit allen wichtigen Informationen zur koreanischen Töpferkunst, deren Entwicklung er hier - in den jeweiligen historischen Kontext gestellt - verfolgen kann. Ausgrabungsfunde belegen die Existenz von Steinzeug in Korea seit prähistorischen Zeiten. Eine große Rolle spielte es in der Periode des Groß-Silla-Reichs (676-935), als es in allen Lebensbereichen eingesetzt wurde. Die nachfolgende Koryo-Dynastie (935-1392) wird gerne mit dem Seladon-Porzellan identifiziert. Die grüne Ware wurde von China übernommen, doch entwickelte sich in Korea ein unabhängiger Koryo-Stil, der selbst im Ursprungsland hoch geschätzt wurde. Die Yi-Dynastie (1392-1910) propagierte den Konfuzianismus auf Kosten des Buddhismus, der im religiös-philosophischen Bereich zuvor dominiert hatte. Da weißes Porzellan mit der Lehre des Konfuzius in Verbindung gebracht wurde, ersetzte es nun nach und nach die Seladonware im täglichen Leben der Menschen. So veränderte der politisch-kulturelle Wandel im Land auch das Kunsthandwerk. Die Punch’óng-Ware, die von einer großen Freiheit in Form und Design bestimmt wurde und ganz neue, für Keramik ungewöhnliche Wege ging, entwickelte sich zuerst am Ende des 14. Jahrhunderts und wurde vor allem von den unteren Gesellschaftsschichten verwendet. Die staatlichen Manufakturen der Yi-Dynastie, die weißes Porzellan für den Hof produzierten, drängten sie jedoch immer mehr ins Abseits, bis sie Mitte des 16. Jahrhunderts verschwand. Während weißes Porzellan die Philosophie und Kultur der Yi-Aristokratie verkörperte: Einfachheit, Anspruchslosigkeit sowie Integrität, praktisch und schlicht war und deshalb auch im Alltag eingesetzt wurde, galten Seladon-Keramiken als edle, kostbare Ware. Den Autoren beider Bände zur Entwicklung dieser Waren ist es gelungen, die einzelnen Gebiete neu zu erschließen, indem sie über Herstellung wie historische Bedeutung ausgewählter Objekte informieren. Bilder von Vergleichsobjekten, Landkarten, Tabellen, Glossare und Biografien unterstützen die Darstellung.
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