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Bücher über Kunst und Künstler nach 1945
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Feindliche Brüder. Der Kalte Krieg und die deutsche Kunst 1945-1990.

Von Eckhart Gillen. Berlin 2009.

21,5 x 26,5 cm, 511 S., 300 Farbabb., geb.
Dieses Buch lenkt zwanzig Jahre nach dem Mauerfall erstmals die Aufmerksamkeit auf die deutsche Kunst im Zeitalter des Kalten Krieges. Im aufgeladenen Spannungsfeld der ideologischen Systemgegensätze haben die Künstler in Ost und West eine vielschichtige und sehr eigenständige politische Ikonografie entwickelt: In ihren Werken suchen sie nach ästhetischen Ausdrucksformen für das Erbe einer gemeinsamen Geschichte und die Existenz in einer konfliktreichen Gegenwart. Gillen zieht Bilanz und legt überzeugend dar, dass es an der Zeit ist, die alten Feindbilder und Vorurteile zu relativieren und durch einen neuen unbefangenen Rückblick auf die Kunst im geteilten Deutschland abzulösen. Anhand von Abbildungen verdeutlicht er, wie in Bildern und Skulpturen historische Erinnerungen und subjektive Wahrnehmungen höchst unterschiedlich verarbeitet wurden, wo sich aber auch ästhetische Berührungspunkte entdecken lassen. So wird im Fokus der Kunst die deutsche Zeitgeschichte auf eine neue, oft überraschende Weise als ein gemeinsamer kultureller Erinnerungsraum sichtbar.
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