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Bücher über Kunst und Künstler des 19. Jahrhundert
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Makart. Maler der Sinne.

Hg. Agnes Husslein-Arco, Alexander Klee. Katalogbuch, Belvedere Wien 2011.

23 x 28 cm, 252 Seiten, 200 Farbabb., 2 farb. Klapptafeln, fadengeheftet, geb.
Der Wiener Malerfürst Hans Makart (1840-1884) hat seiner Zeit den Stempel aufgedrückt, sein Name und sein Stil wurden das Symbol einer glanzvollen Ära: die »Ringstraßenzeit«. Makart war die zentrale Figur des öffentlichen Lebens, der trotz einer kurzen Lebensdauer die ästhetische Landschaft im Wien seiner Zeit bestimmte. Als Historienmaler holte ihn der Kaiser 1869 nach Wien, wo er schnell zum begehrten Maler des aufstrebenden Bürgertums avancierte. Seine oftmals als lüstern empfundenen Werke fanden in der Décadence ihre Entsprechung und brachten Hans Makart den Ruf als Skandalmaler ein, führten aber eben auch zu seiner internationalen Bekanntheit. Sein freier Umgang mit der Farbe, der an Delacroix anschließt, wie auch die Wahl seiner Sujets verleihen seiner Malerei eine Sinnlichkeit, die in ihrer Wirkung berauscht und ihn durch ihre überwältigende Pracht zum Sinnbild einer Zeit, der »Makart-Zeit«, werden ließ. Sein Hang zum Gesamtkunstwerk wird in seiner Begeisterung für Richard Wagner ebenso deutlich wie in seiner Präferenz für die Architektur von Gottfried Semper. Diese rare Monografie über Hans Makart stellt den Künstler als »Maler der Sinne« und der Sinnlichkeit ins Zentrum. Und dies ist wahrhaftig nicht übertrieben: Was sich hier im Gewand der Mythologie und Historie auf den üppigen Gemälden tummelt ist wahre Pracht und pure Wonne - und monumental. Vor allem der Auffassung des Körpers und dem Einsatz der Farbe in einer die Genregrenzen sprengenden Malerei ist hier Rechnung getragen. Neueste Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Richtungen nähern sich dem Phänomen Makart und seiner Inszenierung bürgerlicher Pracht und Selbstdarstellung. Vor allem die Gegenüberstellung mit seinen Künstlerkollegen wie etwa Wilhelm Leibl oder Anselm Feuerbach schulen das vergleichende Sehen. Ein eigenständiges Kapitel ist der Bedeutung der Fotografie für Makarts Kunst gewidmet. Eine fundierte und rundum empfehlenswerte Publikation!
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