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Roland Hampe. Homerica mit Kommentaren.

Hg. Erika Simon. Ruhpolding 2008.

98 Seiten, 29 s/w-Abb., pb.

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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Zum Gedenken an den 100. Geburtstag von Roland Hampe (1908-1981) sind hier aus dem Werk des Archäologen und Homer-Übersetzers Texte ausgewählt, die sich auf die homerische Welt beziehen: die Welt der »Ilias« und der »Odyssee«. Die Auswahl beginnt mit der Beschreibung mykenischer Paläste, einem der letzten Werke des Verfassers. Es folgt die um eine Generation ältere Darstellung der Persönlichkeit des homerischen Nestor. Ihm und den Gleichnissen aus Homers Ilias galten Vorträge, die Roland Hampe, ein hervorragender Redner, in den vierziger und fünfziger Jahren an vielen Orten hielt. Als Einleitung zu der hier vorliegenden Auswahl erscheint ein unpublizierter Brief, in dem Hampe seine neue Odyssee-Übersetzung charakterisiert. Sie unterscheidet sich von anderen Übertragungen bei aller Poesie durch Sachlichkeit. Stammt sie doch von einem Archäologen, der von seinem Beruf her homerische Beschreibungen in ihren kulturhistorischen Horizont einordnen kann. Bisher unpubliziert waren zwei Skizzen aus den frühen vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Ihre nähere Ausführung sollte der Illustration eines Buches mit den Sagen um Troja dienen. Zu ihm ist Hampe durch die Kriegsereignisse nicht gekommen. Es handelt sich um Zeichnungen zu den Reisen des Telemachos. Dieser bricht im ersten Teil der Odyssee mit dem Schiff von Ithaka auf, um Nestor und Menelaos, Heimkehrer aus Troja, nach dem Schicksal seines Vaters Odysseus zu befragen. In der einen Zeichnung kommt Telemachos am Hof von Sparta an. Dessen Eingang ist so gestaltet, wie es seit den Grabungen Schliemanns möglich war. Aus der berühmten Heidelberger Schliemann-Rede von 1961 erscheint am Ende dieser Gedenkschrift der Schluss. Hampe vergleicht darin Heinrich Schliemann mit einem anderen Heros der Archäologie, Johann Joachim Winckelmann. Obwohl beider Lebenszeit um ein Jahrhundert getrennt ist, gibt es etwas Gemeinsames zwischen ihnen: die Liebe zu Homer. Sie bestimmte auch Leben und Arbeit von Roland Hampe.
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