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Kulturgeschichte - Geschichte nach Themen
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Richard I. Löwenherz.

Von Robert-Tarek Fischer. Wien 2006.

15,5 x 23,5 cm, 250 S., 25 Abb., geb.
Die vorliegende Biographie legt insbesondere einen Fokus auf die oftmals vernachlässigte zweite Hälfte von Richard Löwenherz' Herrschaftszeit, welche den facettenreichen Akteur am deutlichsten erkennen lässt. Sie zeigt eine charismatische und hoch begabte, aber auch rätselhafte und abgründige Persönlichkeit, die eine Ausnahmeerscheinung des Mittelalters war. Es ist kein Zufall, dass sich gerade um Richard Löwenherz so viele Legenden ranken, dessen 850. Geburtstag sich 2007 jährt. Wenige vormoderne Herrscher verfügen heute noch über einen ähnlichen Bekanntheitsgrad, wenige erfuhren eine eindimensionalere Beurteilung. Richard I. Löwenherz (1157-1199) avancierte infolge seines spektakulären Kreuzzuges gegen Sultan Saladin und seiner Gefangenschaft in deutscher Hand zu einem Mythos. Seitdem haftete ihm das Image eines archetypischen Kriegshelden, jedoch ebenso das eines leichtfertigen Abenteurers an. Die daraus resultierenden Verzerrungen haben sich über die Jahrhunderte hartnäckig gehalten. Doch genügt es wirklich, Richard Löwenherz nur mit dem Etikett des Kreuzritterkönigs und gleichsam apolitischen Kriegers zu versehen? Die genauere Untersuchung ergibt ein weit komplexeres Bild. So verfolgte Richard als Herrscher eines Reiches, das sich von Schottland bis zu den Pyrenäen erstreckte und dessen Fortbestand allein von seiner Person abhing, eine vielschichtige Politik, die sich nicht nur auf seine außergewöhnlichen militärischen Fähigkeiten stützte, sondern auch geschickte und zupackende Diplomatie sowie intensive Propaganda in sich vereinte und einen massiven Umbruch im europäischen Bündnissystem bewirkte. Gleichzeitig führte er, im Selbstverständnis eines Kunstmäzens, die Tradition seiner berühmten Mutter Eleonore von Aquitanien fort und förderte das Troubadourwesen mit großem Engagement. Darüber hinaus bewies er sich als kundiger Poet, als intellektueller König mit breit gefächerten wissenschaftlichen Interessen und setzte als Architekt neue Maßstäbe im europäischen Festungsbau.
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