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Kulturgeschichte - Geschichte nach Themen
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Olga Desmond. Preußens nackte Venus.

Von Jörn. E. Runge. Friedland 2009.

16 x 23 cm, 180 Seiten, 100 s/w-Abb., geb.
Olga Desmond? Nackttänzerin des Wilhelminischen Kaiserreichs? Star? Für einige Zeitgenossen ist sie die Muse der Grazie und Tanzkunst, Schönheitsprophetin, Duncan-Erbin, für andere ein Skandal, ein nacktes Frauenzimmer in seiner Schamlosigkeit, ein Ärgernis. Im Januar 1909 tritt das Preußische Abgeordnetenhaus zusammen, um über die Darbietungen der Nackttänzerin zu beraten. Von New York bis St. Petersburg berichten die Gazetten von Olga Desmond. Ihre Gagen belaufen sich auf bis zu 15.000 Mark pro Monat. Als Stummfilmschauspielerin arbeitet sie an der Seite von Hans Albers, Carl Auen, Leo Peukert. Künstlerinnen wie Hertha Feist zählen zu den Eleven der Tanzpädagogin Desmond. Privat verkehrt die Künstlerin mit Richard Tauber, Circus-Direktorin Paula Busch oder Paul Steegemann, dem Herausgeber von Remarque, Schwitters, Grosz. Die Weltwirtschaftskrise und Machtergreifung der Nationalsozialisten bedeutet für die Künstlerin schließlich den Niedergang. Als Ehefrau des jüdischen Geschäftsmannes Georg Piek kämpft sie ums Überleben. Nach Kriegsende fristet sie als Putzfrau ihr Dasein und stirbt 1964 in der DDR, von der Welt vergessen.
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