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Kulturgeschichte - Geschichte nach Themen
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Axel Cäsar Springer. Ein deutsches Feindbild.

Von Tilman Jens. Freiburg 2012.

12,5 x 20,5 cm, 180 Seiten, geb.
»Enteignet Springer« war eine der zentralen Forderungen der 68er-Bewegung. Die Abneigung gegen Springer und die Springer-Presse eint 68er wie politische Linke bis heute, die alten Reflexe funktionieren noch immer. In der DDR war Springer einer der meistgehassten Protagonisten des Westens. Auf Springer-Seite wird hingegen gerne jede Kritik an Axel Cäsar Springer ausgeblendet. Entweder Verdammung oder Heiligsprechung. Tilman Jens porträtiert einen großen, aber auch zutiefst zerrissenen Menschen. Vor allem aber interessiert Jens, welche Rolle das Feindbild Springer für die politische Identitätsbildung der 68er wie ihrer Gegner spielte. Ein Lehrstück darüber, wie Helden und Bösewichte gemacht werden, und über die deutsche Unfähigkeit, die Ambivalenz großer Persönlichkeiten zu akzeptieren. Der Journalist und Buchautor Tilman Jens hat zuletzt mit dem Buch über seinen demenzkranken Vater Walter Jens für Aufsehen gesorgt. (Herder)
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