Er ist sanftmütig, weise und glaubt an das Gute im Menschen. Doch ist Father Brown nicht bloß der nette, leicht schrullige Pfaffe von nebenan. Der von Chesterton bewusst als Anti-Held konzipierte Priester und Hobby-Detektiv interessiert sich weniger für die Tat selbst als für die Beweggründe und Überzeugungen des Täters. Dank seines psychologischen Einfühlungsvermögens und seiner genauen Kenntnis vom Wesen des Bösen ist Brown seinen Zeitgenossen bei der Aufklärung der Fälle stets voraus. Die Geschichten folgen weitgehend klassischen Krimimustern, haben jedoch einen philosophisch-theologischen Überbau und zeichnen sich durch einen eigenwilligen, ruppigen Stil aus, der in frühen deutschen Übersetzungen oft geglättet und verharmlost wurde. Inhalt: »The Blue Cross«, »The Secret Garden«, »The Queer Feet«, »The Flying Stars«, »The Invisible Man«, »The Honor of Israel Gow«, »The Wrong Shape«, »The Sins of Prince Saradine«, »The Hammer of God«, »The Eye of Apollo«, »The Sign of the Broken Sword«, »The Three Tools of Death«. (Text engl.)