Mehr als zwei Jahrhunderte prägten Ostindien-Kompanien die Beziehungen zwischen Asien und Europa. Sie waren ein historisch einmaliges Phänomen. »Ihr Vorgehen war nicht nur wegen der monatelangen Seefahrten abenteuerlich und schloss diplomatische wie militärische Optionen ein. Es reichte von der einfachen Handelsfahrt über Verhandlungen mit lokalen und Landesherren bis zu bewaffneten Raubüberfällen und zum Völkermord an den Bewohnern kleinerer Inselstaaten. Ohne die Brutalität und die Menschenverachtung der Ostindienkompanien zu beschönigen, zeigt Nagels Buch, dass es die Gesetze der Ökonomie waren, die deren Aufstieg und Verfall geprägt haben. Wer sich ernsthaft mit dem befassen will, was wir heute als Globalisierung bezeichnen, findet hier eine ausgezeichnete Einführung in deren Grundlagen.« (Die Zeit)