Jahrzehntelang wurden Frauen in der Kulturgeschichte der Fotografie übersehen, insbesondere Schwarze und genderfluide Künstlerinnen, deren entscheidende Beiträge zu diesem relativ jungen Medium in den vorherrschenden Narrativen oft nicht erwähnt werden. Diese beeindruckende, von Bildern geleitete Anthologie ist mehr als nur ein »Korrektiv«, denn sie stellt um die 100 Künstlerinnen und Fotografinnen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund, aus verschiedenen Ländern und Genres vor. Die Leser werden auf die bahnbrechenden Arbeiten von Florestine Perrault Collins stoßen - eine der wenigen afroamerikanischen Frauen, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Fotografie tätig waren - sowie auf ikonische Bilder von wegweisenden Künstlerinnen und visuellen Aktivistinnen wie Ming Smith, Maud Sulter, Carrie Mae Weems, Lola Flash, Zanele Muholi, Mònica de Miranda, Rahima Gambo und Aida Silvestri, sowie eine bemerkenswerte Gruppe kreativer Kunstschaffender, die mit Selbstporträts, Performance und Collagen arbeiten, wie Frida Orupabo, Ayana V. Jackson, Nona Faustine, Atong Atem, Hélène Amouzou, Lebohang Kganye, Sethembile Msezane, Heather Agyepong, Khadija Saye, Silvia Rosi und viele andere. Diese sorgfältig kuratierte visuelle Zusammenstellung ist eine beeindruckende Sammlung von Beispielen für sozial engagierte, fantasievolle und poetische globale Fotografien. (Text engl.)