1967 entwickelte Andy Warhol ein bahnbrechendes Verlagskonzept: ein Buch, das selbst ein Pop-Art-Objekt war. Andy Warhols »Index (Book)« enthielt Interviews und Schnappschuss-artige Fotos der Factory und ihrer »Superstars«. Vor allem aber verfügte es über zehn verschiedene bewegliche, haptische Elemente, darunter mehrere Pop-ups wie eine Hunt’s-Tomatenmarkdose, ein zwölfseitiges Mobile, das sich mithilfe eines Gummibands aufklappen ließ, und eine kleine Ziehharmonika, die beim Umblättern tatsächlich Geräusche von sich gab. Außerdem gab es einen silbernen Ballon, eine »Do-It-Yourself-Nasenoperation« (die dreiseitige, regenbogenfarbene, ausklappbare Nase war Bob Dylans nachempfunden) und eine 7-Zoll-Flexi-Disc mit einem Gespräch unter den Bewohnern der Factory, während im Hintergrund »I’m Waiting for the Man« und »Femme Fatale« von Velvet Underground zu hören waren. Das Buch verkaufte sich tausendfach, die gesamte Auflage war komplett ausverkauft. Jetzt, mehr als fünfzig Jahre nach seiner Veröffentlichung, haben Phaidon und der Verlag Melcher Media den »Index« originalgetreu und sorgfältig neu aufgelegt. Diese neue Ausgabe ist dem Original treu geblieben, von den raffiniert gestalteten interaktiven Elementen bis hin zum holografischen Einband und der Verpackung in einer durchsichtigen Plastiktüte. Genial, verspielt und zeitlos cool - Andy Warhols »Index« (Buch) ist ein Sammlerobjekt, das für alle zugänglich ist - ganz so, wie Warhol es beabsichtigt hatte. (Text engl.)