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Alfred Ehrhardt - Naturphilosoph mit der Kamera. Fotografien von 1933 bis 1947

Von Christiane Stahl. Berlin 2007.

17 x 24 cm, 300 S., 220 Abb., davon 20 in Farbe, geb.
Alfred Ehrhardt – Musiker, Kunsterzieher und Maler – wurde 1933 von den Nationalsozialisten aus dem Hochschuldienst entlassen und wechselte danach zur Fotografie. In seinem Werk verbinden sich die Strukturexperimente des Neuen Sehens und der naturphilosophisch begründete, typologische Ansatz der Fotografie der Neuen Sachlichkeit mit einem am Bauhaus Dessau geschulten Gespür für Komposition, Materialbeschaffenheit und Abstraktion. Ehrhardts künstlerischer Werdegang, insbesondere der Einfluss des Bauhauses, wo er den grafischen Umgang mit Hell-Dunkel-Kontrasten, Oberflächenstrukturen und Archaik sowie, in Anlehnung an die Musik, mit Kontrapunkt, Polyphonie, Rhythmus und Dynamik lernte, ist seinem fotografischen Werk anzusehen. Bei Wassily Kandinsky, Paul Klee und Oskar Schlemmer kam er in Kontakt mit einer naturphilosophisch fundierten Kunstauffassung, die sich in seiner fotografischen Arbeit so deutlich niederschlug, dass man ihn »den Naturphilosophen mit der Kamera« nannte. Die Untersuchung endet in der Frage, wie ein Künstler mit nationalkonservativer und zugleich avantgardistischer Einstellung seine Arbeit fortsetzen konnte, obwohl er Übereinstimmungen in der ästhetischen Moderne und den Modernisierungsmethoden des Nationalsozialismus sah.
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