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Das Projekt des Ingenieurs Pright (1918). DVD.

Lew Kuleschow. Produktion 1918/2008.

1 DVD, 1 Std. 40 Min., russische Zwischentitel, Untertitel dt., stereo, s/w 4:3, Extras: Dokumentarfilm »Der Kuleschow-Effet« (54 Min.), Hyperkino- Annotationen.

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geb. = fester Einband; pb. = Paperback-Ausgabe;
Tb. = Taschenbuch; Sonderausgabe = Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe

Lew Kuleschow gilt aufgrund seiner frühen Film-Experimente als Ahnherr der sowjetischen Montage. Der russische Filmhistoriker Nikolai Izvolov hat Kuleschows Filmdebüt aus dem Jahr 1918 aus den Tiefen des Filmarchivs geholt. » Das Projekt des Ingenieurs Pright« ist eine Mischung aus flott geschnittener Liebesromanze und wilder Verfolgungsjagd. Bezeichnenderweise spielt dieser sowjetische Ur-Avantgardefilm, in dem eine neue Art der Energiegewinnung das Ölkapital besiegen will, in der Neuen Welt, d. h. einem Leinwand-Amerika. In dem filmischen Projekt des Kino-Ingenieurs Kuleschow konkurriert der Mensch neuen Typs (der Elektroingenieur in Lederkluft) mit einem dekadenten Vertreter der alten Epoche (dem befrackten Ölaktionär in spe) um die begehrte Frau. Im »Das Projekt des Ingenieurs Pright« werden Grundlagen gelegt für das, was den sowjetischen Avantgardefilm einige Jahre später auszeichnen sollte: eine hohe Schnittdichte und rasante Erzählgeschwindigkeit mit mehreren narrativen Linien. Das erste Mal kam eine Schnitttechnik zum Einsatz, die aktiv filmische Bedeutungen und Räume generierte (der nach ihm benannte «K-Effekt). In diesem Film wird der Zuschauer Zeuge des Kreißens der sowjetischen Filmavantgarde - geboren aus den revolutionären Erfindungen eines russischen Ingenieurs in einem »amerikanischen« Kraftwerk. Die DVD bringt den Hauptfilm in zwei Versionen mit Hyperkino-Annotationen (hypermedialen Filmanmerkungen wie das Indizieren von Filmeinstellungen mit »Fußnoten« - Texte, Ton, Fotos, Clips) von N. Izvolov und N. Drubek-Meyer. Außerdem einen Dokumentarfilm mit seltenen Originalaufnahmen von Lew Kuleschow und Viktor Schklowski: »Der Kuleschow-Effekt ( 1969) von Semyon Raitburt.
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