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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Vita der Mathilde von Canossa. Canossa, um 1111-1114.

Biblioteca Apostolica Vaticana Vat. lat. 4922. Faksimile.

16,7 x 22,3 cm, 180 Seiten (90 Folios), 8 Miniaturen, 6 Schmuckinitialen, roter geprägter Ledereinband auf 3 echten Bünden, Kommentarband Leinen, beide Teile im Schmuckschuber, lim. Aufl. 2000 Expl. (davon 600 für den deutschspr. Raum).
Mathilde (1046-1115) war die letzte Vertreterin der großen Dynastie der Markgrafen von Tuszien, die in weniger als hundert Jahren einen Herrschaftsbereich auf italienischem Boden aufgebaut hatten. Ihr Leben stand im Bann der großen Politik, die durch den Machtkampf von Papst und Kaisertum gekennzeichnet war. Die Vita der Mathilde von Canossa lässt nicht nur diese schillernde Persönlichkeit wieder lebendig werden, sondern liefert auch Ansätze für die Bewertung heute umstrittener historischer Ereignisse und Gestalten. Der Benediktinermönch Donizio von Canossa setzte in seiner »vita mathildis« der Markgräfin ein literarisches Denkmal. Sein zwischen 1111 und 1114 entstandenes Werk umfasst zwei »Bücher« mit jeweils rund 1400 Hexametern, die durch Prosatexte eingeleitet sind. Es handelt sich weniger um eine Biografie Mathildes als um eine Preisung des Aufstiegs des Hauses Canossa zum mächtigsten italienischen Fürstengeschlecht des 11. Jahrhunderts. Das zweite Buch allerdings hat Donizio ganz Mathilde gewidmet. Ihre in tiefer Frömmigkeit gründende Treue zum Papsttum und ihr Bestreben, zwischen Heinrich IV. und Papst Gregor VII. vermitteln zu wollen, stehen im Vordergrund. Die »vita mathildis« belegt das entschiedene Eintreten der Markgräfin zugunsten des Kaisers, der am 25. Januar 1077 im Büßergewand vor dem Tor der Stammburg Mathildes erschien, in der Papst Gregor Zuflucht vor ihm gesucht hatte. Da das mit acht prachtvollen Miniaturen in leuchtenden Farben mit Goldauftrag illustrierte Dedikationsexemplar erst nach Mathildes Tod im Sommer 1115 fertiggestellt werden konnte, fügte Donizio eine aus 149 Versen bestehende Totenklage an. Die »vita mathildis« blieb ein eindrucksvolles Zeugnis der Entwicklung einer Dynastie im Spannungsfeld der Zeitgeschichte. Kommentar von V. Fumagalli, inkl. einer vollständigen Transkription der Verse Donizos sowie einer Übersetzung ins Deutsche v. A. Janeck. Mit leichten Mängeln.
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