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Kitâb al-Diryâq (Thèriaque de Paris). Faksimile.

Faksimile der Ausgabe Paris, Bibliothèque nationale de France, Ms. Arabe 2964, Iran (?) 1198. Sansepolcro 2022.

28,5 x 37 cm, 36 Blätter, Miniaturen, Maroquinledereinband, Kommentar dt., engl., franz., ital., span., Leinenkassette, lim. auf 999 Expl.

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Beschreibung
Diese faszinierende Handschrift beschreibt Theriak, eine alte universelle Medizin, die ursprünglich als Heilmittel gegen Bisse giftiger Schlangen und wilder Tiere (über Lateinisch »theriaca« von Griechisch »theriakón« aus »ther[ion]«: wildes Tier, giftiges Tier, Plural: »theria«) und später als Allheilmittel eingesetzt wurde. Die Handschrift ist ein Werk von Muhammad ibn Abi al-Fath, eines bedeutenden ägyptischen Astronomen, und ist auf das Jahr 1198 zu datieren. Der Text wurde mit Illustrationen der Heilpflanzen ergänzt, die für Rezepte verwendet wurden, welche von den wichtigsten Ärzten der griechischen Tradition, wie Galenos von Pergamon und Andromachus, ausgearbeitet wurden. Die Anzahl der Zutaten, die zur Herstellung von Medizin verwendet wurden, stieg im Laufe der Jahrhunderte allmählich an, bis sie hundert überschritt. Theriak entstand in der griechisch-römischen Antike, und seine Popularität wurde in der islamischen Welt gefördert. Diese spezielle Handschrift ist die früheste und beeindruckendste der bekannten Theriak-Abhandlungen (später entstandene Exemplare befinden sich in Beirut, Kairo, St. Petersburg und Wien). Diese Abhandlung, die in der Bibliothèque Nationale in Paris (Ms. Arabe 2964) aufbewahrt wird, ist als Pariser »Kitâb al-Diryâq« bekannt und ist nicht nur eine medizinische Abhandlung, sondern auch eine fesselnde Studie mit Anekdoten über die neun griechischen Ärzte der Antike, die hervorragend zur Entwicklung der Medizin beigetragen haben. Das Pariser Exemplar, geschrieben in altem Arabisch mit persischen Anmerkungen, besteht aus 36 Blättern (72 Seiten), die mit großartigen Miniaturen mit traditionellen arabischen Motiven verziert sind. Die einleitenden Seiten (1-5) sind dem allgemeinen Inhalt gewidmet und gehen den beiden erstaunlichen Seiten des Titelbildes voraus, die dem Mond und seinen astrologischen und magischen Mythen gewidmet sind. Die folgenden kalligraphisch eindrucksvollen Seiten (von 8 bis 49) sind individuelle Kunstwerke, in denen die kufische Schrift auch als dekoratives Merkmal verwendet wird. Dem mehrfach wiederholten Werktitel folgen die Porträts der neun medizinischen Gelehrten (Andromachus der Ältere, Herakleides, Philagrius, Proklos, Pythagoras, Marinus, Magnus von Mesa, Andromachus der Jüngere und Galenus), jeder mit seinem eigenen Theriak-Rezept, ergänzt mit Anekdoten über Andromachos den Älteren, Herakleides, Philagrius und Proklos. Zudem gibt es zwölf Seiten mit der Illustration der Pflanzen, die für Theriak verwendet werden: Rucola, Süßholz, Kardamom, Opium, weißer Pfeffer, Weihrauch, Kapern, Akazie, Baldrian, schwarzer Pfeffer, Knoblauch und wilder Lauch. (Text arab., pers.)
Details
  • Erscheinungsdatum 14/01/25
  • Herstellerangaben Aboca Edizioni | via Niccolò Aggiunti 75 | 52037 Sansepolcro (AR) | Italien | info @abocaedizioni.it
  • ISBN 9788895642260