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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Hortus Eystettensis

Der Eichstätter Garten von Basilius Besler.

Das vom italienischen Verlag Priuli & Verlucca herausgegebene originalgetreue Faksimile gleicht der Urschrift nicht nur in Details wie dem Großfolioformat (43,5 x 52 cm) und der Zahl der auf drei Bände verteilten 367 Tafeln und 5 Frontispize, darunter das Porträt Basilius Beslers. Auch das Papier ist vollständig originalgetreu in Textur und Farbe, mit einem Gewicht von 170 g/m2 und echten Wasserlinien (32 mm). Jeder Band wiegt 9,5 Kilogramm.
Eines der wertvollsten und schönsten Bücher im Besitz der Bibliothek des Bischöflichen Seminars der Universität Eichstätt ist ein Pflanzenbuch oder auch Gartenbuch, eine der sehr seltenen Erstausgaben des Hortus Eystettensis. Der »Eichstätter Garten« ging 1613 in zwei Versionen in Erstdruck, einer hochwertigen, zumeist handkolorierten kleinen Auflage (zu ihr zählt der Codex von Eichstätt) und einer günstigen Buchhandelsausgabe mit einer Auflage v on 300 Exemplaren. Dem Repräsentationswillen und der Pflanzenliebe eines kunstsinnigen Duodezfürsten, Johann Conrad von Gemmingen, 1594-1612, Bischof von Eichstätt verdanken wir nicht nur ein Meisterwerk botanischer Buchillustration, sondern zugleich das unvergleichliche Zeugnis eines bedeutungsvollen Kulturgutes. Die 367 großformatigen Kupferstiche dokumentieren die damals bekannte Pflanzenwelt in 1084 Einzelabbildungen, davon 653 wirkliche Spezies, bestehend aus 349 deutschen, 209 süd- und südosteuropäischen, 63 asiatischen, 9 afrikanischen und 23 amerikanischen Arten. Ergänzt wird die Sammlung durch Varietäten in Füllung und Farbe, darunter eine große Anzahl von 49 Tulpen. Mit dem Hortus Eystettensis hatte sich die Botanik als eigenständige Wissenschaft manifestiert, sich gelöst von der Heilpflanzenkunde, der Reflektion über antike Tradierung und den Fragen nach praktischem Nutzen. Der Eichstätter Garten, das Herbarium des Basilius Besler, belegte nun deren Erfolg und zugleich Fortschritte, die sich aus der Ablösung des Holzschnitts durch den Kupferstich und der gewachsene Eigenständigkeit der Blumenmalerei als Kunstgattung ergaben. Zu jeder Pflanzenabbildung, jeder Tafel existiert komplementär eine Textseite in lateinischer Sprache mit kurzer Charakteristik und Hinweisen auf Belegstellen in botanischer Fachliteratur sowie Angabe der gebräuchlichen deutschen Benennung der Pflanze. Der im Besitz der Seminarbibliothek Eichstätt befindliche Hortus Eystettensis ist gewiß das am feinsten gezeichnete, gestochene und handkolorierte, im Ganzen erhaltene Exemplar der wertvollen, in weniger als zehn Abschriften überlieferten hochwertigen Erstausgaben.
Versand-Nr. 383066
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