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Gulbenkian-Stundenbuch des Meisters aus Poitiers, ca. 1460-65.

Museu Fundço Calouste Gulbenkian, Lissabon, Ms. L. A. 135. Faksimile Madrid 2007.

17 x 25,2 cm, 352 Seiten (176 Folios), 39 Seiten mit großen Miniaturen, 24 Seiten mit 4-seitigen Bildbordüren und jeweils einem Medaillon in Gold-Camaïeu, 248 Seiten mit drei Miniaturen, über 850 Bildmotive. Sprache u. Schrift Latein. Blauer Samt über Holzdeckeln mit 5 sichtbaren Bünden, Goldschnitt. In ledergefütterter Kassette. Zertifizierte Weltauflage 995 Expl.

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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Am Stundenbuch Ms. L. A. 135 der Stiftung Calouste Gulbenkian in Lissabon war eine Gruppe von Malern beteiligt, die nur mit Notnamen bezeichnet werden können. Sie gehören trotz offensichtlicher Stilunterschiede schließlich doch in der Geschichte der französischen Buchmalerei des 15. Jahrhunderts zusammen. Fassbar sind sie unter dem Begriff des Jouvenel-Stils. Unser Stundenbuch entstand im Umfeld eines herausragenden Künstlers, den man nach einer Tochter Ludwigs XIV. Meister der Adelaide von Savoyen oder nach einem Missale mit seinen größten Miniaturen »Meister von Poitiers« nennt. Beteiligt waren zudem der Hauptmeister des Lissabonner Stundenbuchs alias von Walters 222, der Meister des Madrider Stundenbuchs und ein Nachfolger Jean Fouquets aus dem Umfeld des Yale Missales und des Wiener Mamerot, ein Künstler, der aus der Werkstatt des Hauptmalers stammt, aber nach einer Art Lehrzeit bei Fouquet mit neuen Ideen ans Werk geht. Jeder der vier Künstler, die am Lissabonner Stundenbuch beteiligt waren, hat seinen Platz in der französischen Kunstgeschichte im Zeitalter Jean Fouquets. Calouste Gulbenkian 1869-1955 war ein vermögender Britischer Ingenieur, Ölforscher, Geschäftsmann, Finanzexperte und Kunstsammler. Beide Elternteile gehörten berühmten armenischen Familien an, deren Ursprünge sich bis in das 4. Jahrhundert zurückverfolgen lassen. Gulbenkian ist als Gründer der in Lissabon ansässigen Stiftung Fundço Calouste Gulbenkian bekannt, die das im Jahr 1969 eröffnete gleichnamige Museum verwaltet. Gulbenkian selbst war ein großer Liebhaber der Bildenden Kunst. Dank seines Vermögens konnte er eine unschätzbare Sammlung von Gemälden, Skulpturen und kostbaren kunsthandwerklichen Meisterstücken zusammentragen. Auch dieser Codex gehört dazu. Seine reiche Illuminierung umfasst nicht nur die gewohnten Themen des Marienzyklus, der Bußpsalmen und des Toten-Offiziums, sondern darüber hinaus einen packenden Passionszyklus und eindrucksvolle Bilder zu den Fürbitten der Heiligen. Die Bildfülle wartet mit vielen Kleinbildern in den Bordüren auf: alle Textseiten sind mit drei Miniaturen in den Rändern geschmückt, die sich zwischen Geschichten des Alten Testaments und frecher Groteske bewegen. Neben Jean Fouquet ist auch der Einfluss Fra Angelicos, vor allem in den Kreuzigungsszenen, deutlich erkennbar.



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