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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Evangeliar des Johann von Troppau. Faksimile.

14. Jahrhundert, Österreichische Nationalbibliothek, Wien, Codex Vindobonensis 1182. Coron / Wissen Media 2005.
27,5 x 38,5 cm (Deckelgröße), 25,5 x 37,3 cm (Blattgröße) 384 S. (192 Folios), Vollrindleder, lim. (333 Expl.)
Das Evangeliar des Johann von Troppau ist die früheste erhaltene Prachthandschrift aus dem Besitz der österreichischen Herrscher. 1368 vom Brünner Kanonikus und Pfarrer, Johannes von Troppau, mit Gold geschrieben und illuminiert, ist der Codex heute das Lieblingsobjekt von Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek. Der Codex enthält alle vier Evangelien des Neuen Testaments. Jedem der vier Evangelien sind einleitend zwei einander gegenüberliegende ganzseitige Prunkseiten vorangestellt, die jeweils nach dem selben Grundschema angelegt wurden: Links stecken zwölf, mit viel Liebe zum Detail ausgeführte, der Legenda Aurea entnommene Szenen aus dem Leben des jeweiligen Evangelisten, rechts folgt eine aufwändigst ornamental gestaltete Zierseite mit dem entsprechenden Anfangsbuchstaben des Evangeliums. Das Buch war für einen großen Kunstkenner und -förderer, Herzog Albrecht III. von Österreich bestimmt, was auf den großen Bildseiten befindliche hinweisgebende Wappen annehmen lassen. Die beiden Buchdeckel des vorliegenden Faksimiles sind als Kupfergalvano aufgebaut. Mit einer speziell dafür gebauten Säge wurden die Ajouren ausgesägt. Der Deckel wurde poliert, vernickelt, versilbert und vergoldet.
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