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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Der Dresdner Sachsenspiegel.

Dresden, Sächsische Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek, Mcr. Dresd. M 32., Meißen, zwischen 1347 und 1363. Faksimile Graz 2002.

Vollständige farbige Faksimile-Ausgabe der 184 Seiten (92 fol.) im Originalformat 33 x 26 cm. 924 Bildstreifen, 176 Seiten mit Goldwiedergabe, alle Blätter sind originalgetreu randbeschnitten. Einband: Halbleder mit echten Bünden, Holzdeckeln und zwei Schließen, im Holzschuber. Beide Kommentarbände leinengebunden. Limitierte Auflage (580 handnum. Expl.)
924 fantastische Bildstreifen über das mittelalterliche deutsche Recht! Der zwischen 1220 und 1235 von Eike von Repgow verfasste »Sachsenspiegel« ist das bedeutendste Rechtsbuch des deutschen Mittelalters. 400 Handschriften und Fragmente zeugen noch heute von der weit reichenden Bedeutung dieses Textes, der die Rechtsverhältnisse nahezu aller Personengruppen und -schichten, von Fürsten und Rittern, Bauern und Geistlichen regelte. Unter den vier illuminierten Codices dieser Gattung ist der »Dresdner Sachsenspiegel« mit seiner qualitätvollen Zeichnung, seiner reichen Ausstattung mit Gold und der immensen Zahl an Bildern der künstlerisch wertvollste. 924 Bildstreifen, die den Text begleiten und erläutern und die in großartiger Vielfalt die Grundlagen des Rechtslebens des deutschen Mittelalters schildern, machen den »Dresdner Sachsenspiegel« nicht nur zu einem einzigartigen Kunstwerk, sondern auch zu einem Spiegelbild der Kultur des deutschen Mittelalters - nicht weniger als 4000 verschiedene Personen sind zu sehen; Haushaltsgegenstände, Werkzeuge, Kleidung und verschiedenste Dinge des täglichen Gebrauchs geben eine eindrückliche Vorstellung vom mittelalterlichen Leben. Unglaubliche 600 Jahre überstand die vermutlich zwischen 1347 und 1363 von Markgraf Friedrich »dem Strengen« von Meißen in Auftrag gegebene Handschrift ohne größere Beeinträchtigungen. Als aber beim großen Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 auch das Japanische Palais, in das die wertvollen Handschriften der Sächsischen Landesbibliothek eingelagert waren, Beschädigungen erlitt und Grundwasser eindrang, hatte das auch für den »Dresdner Sachsenspiegel« fatale Konsequenzen. Die Folgen des Wasserbades waren schwere Verluste der Kolorierung und eine Verformung der Pergamentblätter. Glücklicher Weise konnte das manuskript gerettet werden: die Blätter sind geglättet, die Lesbarkeit des Textes wieder gewonnen und die reiche Vergoldung erhalten worden. Die Faksimilierung erhält nun diesen Schatz ein für alle Male und erlaubt auch einem größeren Sammlerkreis den Zugang. Der Kommentar, herausgegeben von Heiner Lück, besteht aus zwei Bänden: Dem Kommentarband mit genauer Beschreibung der Handschrift und aller Bilder sowie dem Textband mit Transkription und Übersetzung des Textes.
Versand-Nr. 563790
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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

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