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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Der Codex Millenarius.

Stift Kremsmünster, Cim. 1, Kremsmünster oder Mondsee, um 800.Faksimile Graz 1974.

Vollständige Faksimile-Ausgabe der 700 Seiten (350 Blatt) im Originalformat 34 x 23 cm. 21 Seiten werden voll in Farbe wiedergegeben, der Rest in Schwarzweiß. 8 ganzseitige Miniaturen; die Anfangsseiten der Evangelien sind mit Prunkinitialen ausgestattet. Der Text ist in feierlicher Unziale geschrieben. Halbledereinband. Beigebundener Kommentar, W. Neumüller O.S.B., Kremsmünster, K. Holter, Wels. 40 Seiten, 17 Abbildungen auf 6 Tafeln, 1 Farbtafel. Mit leichten Lagerspuren.
Ein einzigartiges karolingisches Meisterwerk: Seinen Namen hat der Codex Millenarius seit der Tausendjahrfeier des ehrwürdigen Stiftes von Kremsmünster im Jahre 1777. Als damals der Wiener Apostolische Nuntius Garampi, der früher Präfekt des Vatikanischen Archivs gewesen war, das Evangeliar sah, rief er aus: »Vere hicce millenarius codex est« (»Dieser da ist wahrhaftig ein tausendjähriger Codex«). Sein unschätzbarer Wert bestimmt sich durch sein hohes Alter, durch die Schönheit seiner Schrift und durch seinen hervorragenden Buchschmuck. Zudem ist mit seinem Text der einzige gut erhaltene Zeuge einer verschwundenen bayrisch-österreichischen Form der Vulgata erhalten. Der Codex Millenarius ist um 800 im Skriptorium von Mondsee, dem Mutterkloster von Kremsmünster, oder vielleicht in Kremsmünster selbst entstanden. Seit seiner Entstehung dürfte er in Kremsmünster gewesen sein. Es gibt nur ganz wenige vergleichbare Handschriften, in denen den Evangelisten die Symbole gleichwertig und in gleich großen Vollbildern gegenübergestellt sind. Der Millenarius ist die älteste erhaltene Handschrift, in der diese Doppelbilder erhalten geblieben sind. Eine weitere Besonderheit ist die regelmäßige Einfügung aller acht Bilder in große rundbogige Arkaden. Diese sind abwechselnd in Gold und Silber gerahmt und mit Flechtbandornamenten versehen. Die Darstellungen der Evangelisten und ihrer Symbole beeindrucken durch ihre Dynamik und durch die Liebe zum Detail. Besonders wertvoll sind hierbei die aufgeschlagenen Bücher in den Evangelistenbildern, die eine äußerst feine Minuskelschrift zeigen. Der einzigartige Wert des Millenarius wird nicht zuletzt durch die gleichmäßige Schönheit seiner Schrift bestimmt. Durch eine feierliche, sehr normierte Unziale aus der karolingischen Zeit wird der heilige Text besonders hervorgehoben. Jedes einzelne Blatt bietet somit ein grafisches Meisterwerk, welches vermutlich von einem einzigen Schreibkünstler geschaffen wurde. Zusammen mit dem bildlichen Schmuck macht eine feierliche karolingische Schrift (Unziale) den heiligen Text zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.
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