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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Das Speyerer Evangelistar. Originalgetreues Faksimile.

Luzern 2011.

25,3 x 33,2 cm, mit separatem Kommentarband in Lederkassette. Limitiert auf 280 Expl. weltweit.
Das Speyerer Evangelistar gilt heute als die kostbarste Handschrift der Badischen Landesbibliothek in Karlsruhe. Mit seinem Prunkeinband aus vergoldetem Silber, besetzt mit Schmucksteinen und spätantiken Gemmen, und der eingelassenen vollplastischen Christusfigur sowie der reichen Buchausstattung mit Miniaturen und Initialen ist die Prachthandschrift eines der herausragenden Werke der deutschen Buchkunst der Spätromanik. Um 1220 gab der Domkustos und spätere Bischof von Speyer, Konrad IV. von Tann, die Herstellung eines Evangelistars für den Festtagsgebrauch im Speyerer Dom in Auftrag. Die 77 Blatt des Speyerer Evangelistars im Format von etwa 33,2 x 25,3 cm sind gleichmäßig mit 17 ganzseitigen Miniaturen geschmückt. Die Miniaturen enthalten insgesamt 21 Einzelbilder, die Themen aus dem Neuen Testament illustrieren. Vor intensiv leuchtenden Farb- und Goldgründen entfalten sich im Bild die 16 wichtigsten Stationen aus dem Leben Jesu, dazu kommen vier ganzseitige Evangelistendarstellungen und das Bild des segnenden Christus in der Mandorla. Kostbare Pigmente, leuchtendes Gold und viel künstlerische Phantasie machen die 70 reich ornamentierten und historisierten Initialen dieser Handschrift zu einer Augenweide. Viele Initialen sind sogar wie Miniaturen gestaltet und illustrieren ausgewählte Bibellesungen. Ein Evangelistar gibt den Wortlaut der Lesungen aus den vier Evangelien im Ablauf des Kirchenjahrs wieder. Das sakrale Buch als Träger der göttlichen Offenbarung genoss in romanischer Zeit höchste Verehrung, dementsprechend kostbar war die gesamte Buchausstattung. Die plastische Darstellung des Christus auf dem Vorderdeckel des »Speyerer Evangelistars« ist daher nicht nur Schmuck, sondern auch theologisches Programm im Zusammenhang mit der Botschaft der Evangelien. Nur bei sehr wenigen Handschriften aus romanischer Zeit ist der Originaleinband noch erhalten. Umso bemerkenswerter ist es, dass der Prunkeinband des »Speyerer Evangelistars« die Jahrhunderte beinahe unversehrt überdauert hat und immer noch mit den Schmucksteinen und Silberplättchen aus dem 13. Jahrhundert geschmückt ist. Das Faksimile folgt in allen Details dem Original aus Karlsruhe. Die anspruchsvolle Deckelgestaltung stellt auch heutige Hersteller vor eine besondere Herausforderung. Er ist die originalgetreue Kopie des mittelalterlichen Prunkeinbandes mit einer silbervergoldeten Christusfigur, zehn silbernen Nielloplättchen, 54 gefassten Schmucksteinen und zwei Schließen. Der Rückendeckel ist getreu dem Original mit bordeauxrotem Samt überzogen und mit vergoldeten Rahmenleisten eingefasst. Der separate Kommentarband bietet den Schlüssel für das Verständnis des Werkes, Harald Wolter-von-dem-Knesebeck und Ute Obhof vermitteln die zahlreichen wissenswerten Facetten der Handschrift. Die Faksimile-Edition selbst steht unter dem hohen Patronat des Bischofs Dr. Wiesemann, Diözesanbischof der Diözese Speyer. Künstlerisch wie historisch gesehen ist das Faksimile ein absolutes Ausnahme-Stück!
Versand-Nr. 546755
24.800,00 €
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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)
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