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Das Speyerer Evangeliar. Das Goldene Evangelienbuch Kaiser Heinrichs III. Der Codex Aureus Escorialensis. Luxusausgabe.

Faksimile in limitierter Auflage, Luxusausgabe.

50 x 35 cm, 340 (+2) Seiten, 13 ganzs., 43 halbseitige Bilder, 12 Kanontafeln, 44 Zierseiten, Schriftspiegel: 37 x 23,5 cm. Einband: Rotes Leder, goldgeprägt im Pointillé-Stil mit Messingbeschlägen in Kassette.

Preis inkl. MwSt zzgl. Versandkosten


Versand-Nr. 548529
geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)

Eines der bedeutendsten und schönsten Werke des Mittelalters ist das Speyerer Evangeliar, der Codex Aureus Spirensis oder Codex Escorialensis. Die Evangelienhandschrift wurde im Auftrag Kaiser Heinrichs III. 1046 in Echternach, das heute in Luxemburg liegt, für den Speyerer Dom angefertigt. Seinen Namen erhielt das Werk aufgrund der Goldtinte, mit welcher der Text geschrieben wurde. Die Pergament-Handschrift, geschrieben und gemalt im Skriptorium des Benediktiner-Klosters Echternach 1045/46, heute bewahrt mit der Signatur Codex Vitrinas 17 in der Real Biblioteca de San Lorenzo El Escorial, ist ein überaus beeindruckendes Werk mittelalterlicher Illumination! Mit den 4 prunkvollen »Vorhangseiten«, den 12 monumentalen Kanon-Tafeln, den 4 prächtigen Autoren-Bildern der Evangelisten, der ornamentalen, graphischen und bildlichen Gesamtgestaltung, ist ein in der Geschichte der Buchkunst künstlerisches Höchstmaß erreicht. Dies bei einer Fülle von Differenzierungs- und Nuancierungsmöglichkeiten, wie sie nur einem großen Skriptorium auf dem Höhepunkt seiner Leistungskraft zur Verfügung stehen. Als Heinrich seinen Auftrag erteilte, haben die Echternacher Werkstatt-Mitglieder das Kunstwerk in nur neun Monaten hergestellt, vom Programmentwurf über die Materialbeschaffung und Malarbeit bis zur Einbandgestaltung: bei dieser Qualität eine absolute Glanzleistung, die keinem Faksimile-Verlag auch bei Anwendung allermodernster Techniken in solch kurzer Zeit möglich ist! Entstanden ist das größte Evangeliar, das je geschaffen wurde, für den größten Dom, den es zur damaligen Zeit gab. Im August 1046 hat Heinrich mit seiner Gattin Agnes den goldenen Pracht-Codex der Patronin Maria zur Weihe des Hochaltars im Dom überreicht. Mit 141 Schmuckseiten, dazu 124 Ranken-Initialen; jede Textseite der Evangelien mit Kolumnentitel, davon 50 mit zusätzlicher Trägerfigur (Atlant). Schrift: Karolingische Minuskel in zwei Kolumnen zu je 36 Zeilen mit dem völlig in Goldtinte geschriebenen Text. Die unvergleichliche Prachtausgabe kommt mit einem Ledereinband nebst Messingbeschlägen und in einer Schmuckkassette ruhend. Ein Kunstobjekt ersten Ranges und eine wertbeständiges Kulturzeugnis. (Biblioteca Rara)



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