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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Das Legendarium der Sforza. Biblische Geschichten in strahlenden Farben der Renaissance.

Mailand 1476. Turin, Biblioteca Reale, Ms. Varia 124. Faksimile.

26,4 x 18,2 cm, 79 Seiten (158 Blatt), 324 farbige Miniaturen, 107 Initialen, in Samt gebunden, Schmuckmedaillon auf dem Vorderdeckel, Acrylglasschuber, limitierte Auflage 99 Exemplare.
Der prunkliebende Herzog von Mailand Galeazzo Maria Sforza (1444-1476) war bekannt als großer Förderer von Kunst und Musik. Für ihn schuf kein Geringerer als der berühmte Mailänder Buchmaler Cristoforo de Predis im Jahr 1476 in opulenter Ausstattung eine der schönsten Handschriften der italienischen Renaissance. Dieses ital. »Leggendario« genannte Andachtsbuch illustriert die Geschichten (»Legenden«) von Joachim und Anna, den Eltern der Jungfrau Maria, die Kindheitsgeschichte Marias bis zur Verkündigung, an die sich nahtlos die Erzählung von Leben, Wundern und Passion Jesu bis zum Pfingstereignis anschließt. Auch das Leben Johannes des Täufers ist in meisterhaften Bildern festgehalten. Miniaturen von unerhörter Eindringlichkeit zum Weltgericht am Jüngsten Tag beschließen den Band. Diese Bilderfülle von 324 Miniaturen diente der privaten Andacht und Meditation Galeazzos. Die kostbare Ausstattung im Sforza-Legendarium mit strahlendem Gold, Silber und einer erstaunlichen Palette intensiv leuchtender Farben muss ganz dem luxuriösen Geschmack des Fürsten entsprochen haben. Unübertroffen ist die Vielfalt an Szenen aus dem Neuen Testament, die die Heilsgeschichte wie in einem Film abspielen. Dabei sind die Architekturelemente bis hin zu einzelnen Bauwerken und die Mode so eindeutig norditalienisch inspiriert, dass Galeazzo das von ihm beherrschte Herzogtum als Kulisse für die biblischen Geschichten wiedererkannt haben dürfte. Alle Miniaturen werden von einem leuchtenden Goldrahmen eingefasst, der mit heraldischem Dekor geschmückt ist. Insgesamt 107 dreizeilige Initialen mit Blumenmotiv auf Goldgrund zieren den Text. Die reiche Verwendung von Blatt- und Pinselgold sowie von fein schimmerndem Silber ist so originalgetreu wie möglich wiedergegeben. Pier Luigi Mulas (Universität Pavia), ausgewiesener Experte für Renaissance-Handschriften, hat unter Mitarbeit von Luisa Giordano (Universität Pavia) und Giovanni Saccani (Biblioteca Reale, Turin) einen ausführlichen Kommentar verfasst, der anschaulich in die Zeit des Herzogs von Mailand Galeazzo Maria Sforza einführt und diese faszinierende Bilderhandschrift in allen Facetten erschließt. Für ein umfassendes Verständnis der Handschrift wurde der italienische Text aus dem 15. Jahrhundert komplett ins Deutsche übersetzt. Das Faksimile ist in einen roten Samteinband gebunden. Ein Schmuckmedaillon mit dem Wappen der Sforza ziert den Vorderdeckel. Faksimile und deutscher Kommentarband werden in einem Schuber aus Acrylglas ausgeliefert.
Versand-Nr. 724629
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geb. = fester Einband, paperback. = Paperback-Ausgabe, Sonderausgabe * (Ausstattung einfacher, evtl. Vergleichspreis nennt die gebundene Ausgabe)
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