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Faksimiles: Buchmalerei und Buchkunst
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Das Goldene Evangelienbuch von Echternach. Codex Aureus Epternacensis. Faksimile

11. Jahrhundert, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg Hs. Folio 156142. S. Fischer Verlag 1982.
31 x 44 cm, 272 S., 64 Prunkseiten, darunter 16 ganzseitige Miniaturen mit jeweils 3 Bildstreifen, 4 Evangelisten-Portraits und Majestas Domini, 10 Kanontafeln, 9 ganzseitige, 16 halbseitige und 503 kleinere Gold- und Silberinitialen, mit Replik des Prunkdeckels, lim. (250 Expl.)
Unter allen mittelalterlichen Evangelienbüchern ragt der Codex aureus Epternacensis, das Goldene Evangelienbuch von Echternach als eine der bedeutendsten Handschriften der Ottonisch-Salischen Buchkunst hervor. Die Handschrift enthält den vollständigen Text der vier Evangelien. Seinen Namen verdankt der »Epternacensis« der Benediktiner-Abtei Echternach bei Trier, in der er um 1020/30 geschaffen und bis 1794 aufbewahrt wurde. Aufgrund der auf feinstem Kalbpergament geschriebenen Goldbuchstaben und der generell verschwenderischen Verwendung von Gold auf nahezu allen Seiten gab man ihm den Beinamen »Codex aureus«, zu Deutsch »Goldener Codex«. Das Goldene Evangelienbuch ist ein Werk von unvorstellbarer Pracht, verschwenderisch in seinem Reichtum an Bildmotiven, an herrlichen Ornamenten und farbenprächtigen szenischen Darstellungen. Schon die Größe der Pergamentseiten (31 x 44 cm) verrät die Bedeutung, die diesem Buch als kirchlich-kaiserlichem Repräsentationsobjekt zukam. Selbst die Initialbuchstaben und Inschriftentafeln, die über die ganze Spalte reichen und oft sogar die Höhe einer Spalte einnehmen, sind kleine Welten für sich. Sie überwinden jeden Schematismus und erheben jede einzelne Textseite des Goldenen Evangelienbuches zu einem selbständigen, unverwechselbaren Kunstwerk voll Harmonie und Ausgewogenheit. Ein einzigartiges und charakteristisches Element des Echternacher Codex sind die Vorhangseiten, Doppelseiten, auf denen mit höchst vollendeter Maltechnik Motive byzantinischer Seidenwebstoffe abgebildet sind. Diese waren der Inbegriff kaiserlicher Geschenke, wie sie seit Karl dem Großen, vor allem aber seit der Heirat der byzantinischen Prinzessin Theophanu mit Otto II. 972 auch am westlichen Kaiserhof üblich geworden war. Das Original des Codex Aureus war in einen Prunkdeckel aus Gold, Email, Edelsteinen und Elfenbein gebunden. Dieses Meisterwerk des mittelalterlichen Kunsthandwerks wurde vom späteren Kaiser Otto III. und seiner Mutter Theophanu Ende des 10. Jhs. gestiftet.
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