Cornelius Völker, geb. 1965 in Kronach, gehört zu den führenden Vertretern gegenständlicher Malerei in der zeitgenössischen Kunst. Völker malt die alltäglichen Dinge des Lebens und setzt die Banalität seiner Motive gegen eine virtuose Malkunst, bei der Farbauftrag und Pinselstrich ein geradezu physisches Eigenleben entwickeln und den Blick des Betrachters unwiderstehlich in Bann ziehen. Sujet seiner jüngsten Serie, nach Handtaschen, Schokoladentafeln, Männern im Unterhemd, Bücherstapeln, Schwimmern, Meerschweinchen u.a., sind pflanzliche Motive, Schönheit und Verblühen: Blumenstängel in Vasen, herabgefallene Blätter, in Folie verpackte Blumensträuße, Blütenstillleben, welke Blüten in einer Delfter Porzellanvase als meisterlich in Szene gesetzte Vanitas. Erneut erweist sich Cornelius Völker als profunder Kenner der Kunstgeschichte, greift tradierte Bildgegenstände auf überführt sie in ein faszinierendes, teils ironisches Spiel mit der Dialektik des Trivialen und Erhabenen. (Text dt., engl.) (Ausstellungsdauer: 20.9.26 - 17.1.27 Haus Beda Neue Galerie, Bitburg)