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Außereuropäische Kunst und Literatur
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Émile Prisse d'Avennes. Orientalische Kunst.

Von Sheila S. Blair. Köln 2016.

14 x 19,5 cm, 520 S., durchg. farb. Abb., Lesebändchen, geb. mit Schutzumschlag.
Arabische Kunst und Architektur des 19. Jahrhunderts. Emile Prisse d’Avennes (1807-1879), ein französischer Orientalist, Schriftsteller und Künstler, war einer der bedeutendsten Ägyptologen des 19. Jahrhunderts. Als glühender Verehrer ägyptischer und orientalischer Kunstfertigkeit zog ihn die arabische Kunst in den Bann. Bereits als Jugendlicher hatte Prisse davon geträumt, den Orient zu erkunden, und mit 19 Jahren brach er zu einer Reise nach Griechenland und Palästina auf. Während der folgenden 40 Jahre erforschte er Syrien, Arabien und Persien und lebte in Ägypten und Algerien. Zum Islam übergetreten, reiste Prisse als Araber verkleidet unter dem Namen Edris Effendi durch Ägypten. Die altägyptische und die islamische Kultur erforschend, schrieb er später: »Wir werden sämtliche Künste diskutieren, all jene Gewerbe, wie sie von den Orientalen mit so viel Geschmack, Brillanz und Fantasie kultiviert wurden. Wir werden prachtvolle Reproduktionen der Monumente und Objekte von Kunst und Luxus präsentieren, die von einer fortschrittlichen Kultur zeugen, deren Einfluss sogar in Europa zu spüren war.« Zwischen 1848 und 1851 erschien Prisse’ Oriental Album in London (Oriental Album. Characters, Costumes, and Modes of Life, in the Valley of the Nile). Diese ungewöhnliche Zusammenstellung von 32 Farblithographien, die die Bewohner des Niltals und ihre Kleidung zeigen, wurde ergänzt durch einen Kommentar des renommierten Orientalisten und Ägyptologen James Augustus St. John. Nachdem er erneut nach Nordafrika gereist war, kehrte Prisse 1860 mit den Früchten seiner Reisen nach Frankreich zurück - mit Hunderten von Folio-Zeichnungen, Fotografien, Skizzen, Grundrissen und 400 Metern Basreliefs. Fasziniert von der Symmetrie, Komplexität und Fülle ägyptischer und arabischer Kunst, bediente er sich seiner immensen Sammlung für Kompilationen der besten Beispiele von Kunst und Architektur, in denen der jeweilige historische, soziale und religiöse Kontext ebenfalls berücksichtigt wurde. Im Jahr 1877 veröffentlichte Prisse in Paris seine herausragende Bestandsaufnahme der islamischen Kunst und Architektur: Arab Art (L’Art arabe d’après les monuments du Kaire, 1869-1877). Inhaltsgleiche, im Format verkleinerte Sonderausgabe. (Text dt., engl., franz.)
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