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Architekturbücher - Klassiker und aktuelle Fachbuchliteratur
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Aufbruch! Architektur der fünfziger Jahre in Deutschland.

Fotos von Hans Engels. München 2012.

24 x 30 cm, 160 Seiten, 95 Abb., davon 85 farbig, geb.
Zu entdeckende Schätze der Architekturgeschichte! Menschenwürde, Freiheit, Demokratie, das sind Begriffe, die im Kontext zur Architektur der 1950er Jahre fallen. »Nur nicht an die schuldbeladenen Jahre erinnern: dieses Ziel verband die meisten Architekturschaffenden nach dem Zweiten Weltkrieg« (Baunetz). Leitbild des Wiederaufbaus im Deutschland dieser Zeit war die Schaffung demokratischer Strukturen in Politik, Wirtschaft und Kultur, die sich auch in der Architektur widerspiegelten. »Aufbruch!« Der Titel des Fotobuchs von Hans Engels lässt keinen Zweifel daran, was die Architektur im Deutschland der 1950er Jahre leisten wollte, nachdem die erste Schockstarre überwunden und die Trümmerberge in den zerstörten Städten einigermaßen beiseite geräumt worden waren. Es entstand eine wunderbar beschwingte, leichte, transparente Architektur. »Dafür fehlt häufig immer noch der Blick«, haben die Fachleute von Baunetz ermittelt. Die Fotos von Hans Engels und die informativen Texte von Axel Tilch portraitieren echte Schmuckstücke aus das Nachkriegszeit, lassen den Geist der 1950er Jahre aufleben und »mit dem zeitlichen Abstand eine vielleicht größere Wertschätzung für diese Bauten erkennen als zur Entstehungszeit« (Baunetz). Der FAZ-Redakteur Dieter Bartetzko vergleicht in seinem einleitenden Essay die Architektur des »New Look« (angelehnt an den aus den USA reimportierten International Style) mit der Mode und der Musik: Die Formensprache wird freier, alles »swingt« (konkave Fassaden), bläht sich (Segeldächer), rotiert (die Treppenläufe), federt rasant (geknickte Stützen). Als Neuinterpretation der Vorkriegsmoderne, geschwungen statt streng kubisch, kommen diese Gebäude daher und verhalfen dem Land zu einem neuen Selbstbewusstsein. Das nüchterne Justizgebäude in München (»Maxburg«) von Sep Ruf und Theo Pabst (1957) birgt ein wunderbar elegantes Treppenhaus in seinem Inneren, »vom Fotografen sehr wirkungsvoll in Szene gesetzt« (Baunetz). Berlin ist unter anderem mit dem »Schirmständerhaus« (Hans Simon, 1956), dem Kino International (Josef Kaiser, Heinz Aust, 1963) und natürlich der Philharmonie (Hans Scharoun, 1963) vertreten. Aus Saarbrücken ist ein Frühwerk Gottfried Böhms dabei, die Kirche St. Albert (1955), deren Tragwerk wie eine Krone über das Dach und einen Glaszylinder ragt. Die kühn gebogene »Schwimmoper« aus Wuppertal (Friedrich Hetzelt, 1957), die Hamburger Großmarkthalle (Bernhard Hermkes, 1960) und die Haniel-Garage in Düsseldorf (Paul Schneider-Esleben, 1953) sind nur einige der insgesamt 47 dokumentierten Bauten. Dieser Band »macht neugierig auf diese Ära und regt dazu an, genau hinzuschauen« (Baunetz).
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