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Gold, Sklaven und Elfenbein. Mittelalterliche Reiche im Norden Nigerias.

Hg. Detlef Gronenborn. Regensburg 2011.

60 Seiten, 80 überwiegend farbige Abb., geb.
Während des Mittelalters entstanden in der Sahel- und Sudanzone Westafrikas etliche mächtige Staaten, die Handelsverbindungen bis nach Indien und in den Vorderen Orient, aber auch nach Europa unterhielten. Ihre wirtschaftliche Basis bildete der Export von Gold, Sklaven und Elfenbein, geprägt waren sie vom Islam und der arabischen Welt, wiesen aber auch sehr afrikanische Züge auf. Im 19. Jahrhundert gerieten sie ins Visier der europäischen Kolonialmächte, darunter Deutschland. Einige dieser Reiche haben bis heute überdauert, so im Norden Nigerias die »Hausa-Staaten« und das Emirat »Borno«. Der Band führt in den Naturraum ein und beleuchtet Entstehung und Expansion der Reiche über die letzten eintausend Jahre. Im Mittelpunkt stehen kostbare Funde aus einem Gräberfeld, das die faszinierende wirtschaftliche und politische Bedeutung Westafrikas im ausgehenden Mittelalter greifbar werden lässt. (Schnell & Steiner)
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