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Facundus-Beatus für Ferdinand I. und Doña Sancha. Faksimile.

Faksimile der Ausgabe León, ca. 1047, Ms. Vit. 14-2. Madrid 2006.

27 x 36 cm, 624 S., 114 Miniaturen, Leder, lim., 940 Expl.

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Beschreibung

Der Beatus von Ferdinand I. und Doña Sancha wurde durch den Schreiber Facundus (Facundo) im Skriptorium der Stiftskirche San Isidoro in León für die Könige von Kastilien und Leon mit Miniaturen verziert. Seine Farbgestaltung, seine kraftvoll trennenden Zeichnungen und seine Traumatmosphäre üben eine geheimnisvolle Anziehungskraft aus. Die prunkvollen Bilder des Malers Facundus sind Ausgangspunkte einer der großartigsten ikonographischen Traditionen in der gesamten Geschichte der abendländischen Kunst. Insgesamt ist der Codex einer der schönsten der hispanischen Miniaturmalerei, sowohl wegen der Strenge der Zeichnung, seines Synkretismus zwischen der Wahrung der Vergangenheit und der Öffnung zur Gegenwart, der beinahe klassischen Sorgfalt bei der Anordnung und kompositorischen Gliederung sowie der Benutzung der Farbe, die chromatische Effekte mit der Schaffung verschiedener Ambientes erzielen kann, jedoch immer mit einer großen Eleganz und mit einer strengen Formsuche zu verbinden weiß. Die grandiose Facundus-Handschrift von 1047 und ihre Miniaturen gehören zu den besterhaltenen des Genres. Auffällig sind die Frische und Leuchtkraft der Farben und die Intensität der Bilder, aufgeteilt in Farbzonen, die mit abgestuften oder kontrastierenden Farbtönen eine besondere Raumwirkung hervorrufen, himmlische und irdische Sphären trennen oder miteinander verbinden, Raumtiefe suggerieren oder die darauf gemalten Figuren in die Ferne rücken oder ins Überirdische transferieren. Facundus folgt keiner räumlichen Perspektive, um die religiöse Ausrichtung umso stärker hervorzuheben. Die Gestalten zeichnet der Buchmaler nicht gemäß natürlicher Größenverhältnisse, sondern nach Wichtigkeit und Bedeutung. Auffallend ist auch die Symmetrie in den Bildern, welche Beziehungen, Verbindungen, Gegenüberstellungen und Gegensätze sichtbar zu machen sucht. Die meisten Bilder haben einen reich verzierten Rahmen. Einige Miniaturen suchen diesen Rahmen bewusst zu entfliehen, bleiben aber dem Kern der Heilsbotschaft verhaftet. (Text lat.)

Details

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