Thomas Bernhard. An der Baumgrenze. Erzählungen.

Berlin 2010.
14 x 22 cm, 105 S., einige s/w-Abb., geb.
Nur in einem seiner Werke hat Thomas Bernhard die Aufnahme nicht von ihm selbst stammender Arbeiten gestattet: in der 1969 erstmals publizierten Zusammenstellung dreier »kurzer Prosastücke« (so die Charakteristik durch ihren Verfasser) unter dem Titel »An der Baumgrenze«. Der Kulterer steht am Anfang des Bandes, auf ihn folgt Der Italiener, die Titelerzählung bildet den Abschluss. In ungewohnter Bescheidenheit bezeichnete er die eigene Prosa als Beigabe zu »einem bibliophilen Band« eines »alten Freundes, Phantastischer Realist aus Wien«. Bei objektiver Betrachtung präsentieren sich in diesem Buch Zeichner und Schriftsteller auf der Höhe ihrer Kunst: Jede steht für sich in eigenem Recht. Die zwölf Zeichnungen des 1929 geborenen Anton Lehmden bilden jeweils eine eigene Welt, wie die drei Erzählungen (unter denen der später verfilmte Italiener bereits das Thema des großen Romans Auslöschung anschlägt) von Thomas Bernhard den menschlichen Mikrokosmos abbilden.
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