Das Gebetbuch für Herzog Albrecht V. Oesterreichische Nationalbibliothek Wien, Codex 2722.
Kommentar von Veronika Pirker-Aurenhammer. Graz 2002.
Das Hauptwerk eines der führenden Meister der Wiener Buchmalerei der Spätgotik ist das Gebetbuch für Herzog Albrecht V. von Österreich; es gehört zu den bedeutendsten Schätzen aus habsburgischem Bücherbesitz. Die kostbar illuminierte Handschrift, war zur privaten Andacht Herzog Albrechts V. (ab 1438 als deutscher König Albrecht II.) bestimmt. Die zahlreichen Gebete, die sich auf die zentralen Glaubensinhalte der Eucharistie und der Passion Christi, auf Maria und die Heiligen, auf Buße und Erlösung konzentrieren, sind ausnahmslos in deutscher Sprache verfasst. Damit verdient die Handschrift als eines der wenigen frühen Zeitdokumente für die volkssprachliche Praxis der Laienfrömmigkeit besonderes Interesse. Das äußere Erscheinungsbild des Codex wird von der sehr sorgfältig ausgeführten gotischen Buchschrift, von einem souverän beherrschten kalligraphischen Buchstabendekor und von den hochqualitativen Miniaturen bestimmt. Es war einer der führenden Wiener Buchmaler der Zeit, der mit diesem Codex sein Hauptwerk geschaffen hat. Die nachweislich enge Verbindung zum Wiener Hof hebt den Meister in den Rang eines Fürstenmalers. Der kleine, feine Band erläutert die Wesenszüge der Schrift und bildet Beispielseiten in erstklassiger Druckqualität farbig ab!
21,5 x 28 cm, 92 Seiten, 24 Farbtafeln, pb.
Versand-Nr. 553298
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