Müde Helden. Ferdinand Hodler - Aleksandr Dejneka - Neo Rauch.

Hg. Hubertus Gaßner u.a. Katalogbuch, Hamburger Kunsthalle 2012.
Hier steht eine bestimmte Auffassung unseres Daseins im Zentrum des Interesses: die Idee vom »Neuen Menschen«, wie sie um 1900 aufkam. Der Schweizer Künstler Ferdinand Hodler (1853-1918) ist einer der maßgeblichen künstlerischen Exponenten dieser Bewegung. Einer der bislang bedeutendsten Nachfolger von Hodler ist der russische Maler Aleksandr Dejneka (1899-1969), der sich in seinen Bildmotiven, aber auch in der Körpersprache und der Modellierung seiner Personen an den bewegten Figuren von Hodler orientiert, diese jedoch in prosperierenden Industrielandschaften situiert. Und schließlich greift in unserer Zeit der Maler Neo Rauch (Jg. 1960) den Typus des »Neuen Menschen« wieder auf. Jedoch überspitzen seine Figuren den schon bei beiden Vorgängern erkennbaren Zug zur Handlungshemmung, der in ein perspektiv- und zielloses Hantieren in absurden Konstellationen mündet. Die Gegenüberstellung und Verknüpfung der drei Positionen verdeutlicht die drei Etappen, in denen sich dieses Menschenbild, eine Utopie, bis zum heutigen Tag entwickelte. (Hirmer)
24 x 28 cm, 192 Seiten, 90 Farbabb., Halbleinen.
Versand-Nr. 555533
39,90 €

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch: