Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers. Diderot Enzyklopädie in 28 Bänden.

Von Denis Diderot und Jean le Rond d´Alembert
Reprint der Ausgabe: Diderot; d'Alembert: Encyclopédie, ou dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers, par une société de gens de lettres. Troisième Edition, Livourne, 1778. 17 Bände im Quart-Format (Text), 11 Bände im Folio-Format (Tafeln), ca. 18.000 Seiten, 2.800 Abbildungen. Gebunden in Leinen. Limitiert auf 400 Exemplare weltweit, einzeln nummeriert.
Im Jahre 1746 erhielt Diderot, da er schon eine Geschichte der alten Griechen, ein medizinisches Lexikon und einen philosophischen Traktat von Shaftesbury aus dem Englischen übersetzt hatte, von dem Pariser Verleger und Hofdrucker Le Breton den Auftrag, die kürzlich abgeschlossene Cyclopaedia, das Universal Dictionary of the Arts and Sciences zu übersetzen. Er nahm an, beschloß aber, das zweibändige Werk beträchtlich zu erweitern, um daraus eine Summa des gesamten Wissens seiner Zeit zu machen. Hierzu gewann er als Mitarbeiter zuerst seinen Freund d'Alembert, einen Mathematiker und Naturwissenschaftler, sowie nach und nach andere Autoren. Die Gruppe der Enzyklopädisten erscheint auf den ersten Blick sehr homogen, da sich ausschließlich Schriftsteller und Gelehrte an der Encyclopédie beteiligten, die die Ideen der Aufklärung vermitteln wollten. In der französischen Buchgeschichte vereinigten sich auf diese Weise erstmals Gelehrte und Fachleute, die ihre gesammelten Erfahrungen zusammentrugen. Unter ihnen waren aber auch Theologen, Mechaniker und Handwerker, Geschichtswissenschaftler, Philosophen, Wissenschaftler und Schriftsteller. Sie alle sollten am größten Wissenskompendium des 18. Jahrhunderts mitwirken, um es so für eine breite Öffentlichkeit interessant zu machen. So waren ein Schwerpunkt der Encyclopédie Abbildungen, die sehr detailgetreu gezeichnet wurden. Das waren z. B. anatomische Schnitte durch Lebewesen, damals bekannte Ruinen und Kunstwerke, aber auch Alltagsgegenstände. Diderot lag dabei besonders am Herzen, das Handwerk als eigene Kunst darzustellen, die Darstellungen der Tätigkeiten des Handwerks sind herausragend. 1751 erschienen die beiden ersten Bände der Encyclopédie ou Dictionnaire raisonné des sciences, des arts et des métiers (Enzyklopädie oder [alphabetisch] geordnetes Lexikon der Wissenschaften, Künste und Gewerbe, von einer Autorengemeinschaft). Der buchhändlerische Erfolg des Werkes war enorm, doch die Jesuiten und die Sorbonne diagnostizierten eine unchristliche Tendenz und erwirkten beim königlichen Kronrat ein Verbot. Da aber Madame de Pompadour (die Mätresse von Ludwig XV.), einige Minister, viele einflußreiche Freimaurer und der Chefzensor Malesherbes auf der Seite der Encyclopédisten standen, konnten 1753 -1756 trotz des Verbots vier weitere Bände erscheinen, bis endlich 1772 die Veröffentlichung mit dem 28. Band abgeschlossen wurde. 260 Jahre nach dem Versand des ersten Prospektes zur Subskription durch ganz Europa ist die »Encyclopédie « nur noch in wenigen Exemplaren vorhanden und schon seit Jahrzehnten nicht mehr verlegt worden. Frölich & Kaufmann und die Buchmanufaktur Fines Mundi haben sich der Mammutaufgabe angenommen und legen die gesamte Encyclopédie in limitierter Stückzahl wieder auf.
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